Wehinger erleben in Partnergemeinde großes Spektakel

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 Bankeinweihung: (von links) Bürgermeister i.R Josef Bär, Bürgermeister Gerhard Reichegger, Bürgermeister Yannik Borde und Camil
Bankeinweihung: (von links) Bürgermeister i.R Josef Bär, Bürgermeister Gerhard Reichegger, Bürgermeister Yannik Borde und Camille Monier, Vorsitzender des französischen Partnerschaftskomitees. (Foto: Moosbrucker)
Richard Moosbrucker

Kommen, sehen, staunen und sich freuen: Der Besuch der Wehinger Delegation anlässlich des 50. Partnerschaftsjubiläums zwischen St. Berthevin könnte vielleicht mit diesen Worten beschrieben werden. Wehingen hat als erste Gemeinde im Landkreis Tuttlingen dieses Jubiläum feiern dürfen, und nachdem sich die Heuberger bei der Erstveranstaltung in Wehingen so sehr ins Zeug gelegt hatten, durfte man gespannt sein, wie die Franzosen dieses Jubiläum mit ihren Wehinger Freunden gestalten werden. Es war ein „Grand spectacle“, was den Franzosen dazu eingefallen ist.

Viele Wege führen nach St. Berthevin, und so wurde der Empfang wegen der unterschiedlichen Anreise der Gäste zunächst einmal mit einer stufenweisen Besichtigung des „Terrains“ in und um St. Berthevin gestartet – und schon hier staunten die Deutschen nicht schlecht, was die Franzosen in den letzten Jahren so alles aus dem Boden gestampft haben. Sportanlagen, die jede Kommune sich nicht einmal in den kühnsten Träumen ausdenken könnte, sind im wahrsten Sinne aus dem Boden geschossen und haben, wie der expandierende Wohnungsbau, St. Berthevin zu einer städtisch anmutenden Kommune wachsen lassen.

Bürgermeister Gerhard Reichegger bekam die Möglichkeit, sich kurz mit seinem französischen Kollegen Yannick Borde messen zu lassen, die in die zufriedenstellende Erkenntnis mündete, dass es immer besser ist, miteinander als gegeneinander zu spielen. Symbolisch wurden die Gäste mit der Einweihung zweier Freundschaftsbänke durch die beiden Bürgermeister eingestimmt, um sich anschließend in einem Künstler-Atelier von der kreativen Kraft der Franzosen überzeugen zu können. Bauklötze staunten die Deutschen bei der Besichtigung des neuen Kulturzentrums „Le Reflet“,das die St.Berthevinoier neben der alten Kirche für schlappe fünfeinhalb Millionen Euro aus dem Boden gestampft haben. Der Abend in den Familien wurde für alle Teilnehmer zur intensivsten Herzensangelegenheit, innerhalb derer sich eben jene freundschaftlichen Bande festigen, die den Kitt der „Jumelage“ ausmachen.

Nach einer interessanten Stadtbesichtigung von Laval, jener Stadt, die St. Berthevin den günstigen Nährboden ermöglicht, wurde der Toten der beiden Weltkriege gedacht, um später die Ehrung verdienter Personen in den Mittelpunkt zu stellen oder sich am Abend in den jubelnden Freudentaumel des Festens zu begeben. Hier zeigte es sich wieder einmal, dass die Franzosen auch in dieser Beziehung eine „Grande Nation“ sind und die Deutschen sich in diesen Sog hineinziehen ließen. (Wir werden weiter berichten)

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