Wehingen wird zur Partymeile

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  Ein buntes Bild bot die Wehinger Ortsmitte beim Straßenfest.
Ein buntes Bild bot die Wehinger Ortsmitte beim Straßenfest. (Foto: Moosbrucker)
Richard Moosbrucker

Was für ein Fest! Das 17. Wehinger Straßenfest ist übers Wochenende unter einem sehr günstigen Wetterstern gestanden. Obwohl die Vorhersagen kräftige Gewitter angekündigt hatten, blieb es in Wehingen größtenteils trocken und es herrschten geradezu ideale Bedingungen für diese schöne Freizeitveranstaltung, die von den Wehinger Vereinen gemeinsam variationsreich gestemmt wurde.

Festhaltend am Dreitage-Modus – vom Freitags-Fassanstich bis zum sonntäglichen Festausklang – gaben sich die organisierenden Vereine reichlich Mühe, ihren Gästen einiges zu bieten. Zur Einstimmung gab`s das traditionelle Handwerkervesper, an dessen Ende sich Bürgermeister Gerhard Reichegger mit dem Fassanstich bewähren musste. Er begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen eine französische Abordnung, die ihre deutschen Freunde wieder mit französischen Spezialitäten bediente.

Reichegger versuchte mit kräftigen Schlägen den Messinghahn ins Original-Holzfass zu trimmen. Dieser verweigerte allerdings seinen Dienst. Offensichtlich hat es sich dabei um ein Museeumsstück gehandelt, das zwar dekorativ aussah, aber nicht mehr richtig funktionierte. So bahnte sich der Gerstensaft seine eigenen Wege und breitete sich wie ein Schaumteppich aus. Aber in einer gemeinsamen Rettungsaktion fanden die Fassanstich-Akteure dann doch den richtigen Dreh für einen reibungslosen Bierfluss, so dass dem weiteren Verlauf nichts mehr im Wege stand und ein kräftiges „Ein Prosit“ angestimmt werden konnte. In allen Zelten entwickelte sich ein reger Festbetrieb mit ausgelassener Stimmung.

Proppenvolle Ortsmitte

Am Samstag ging es zunächst zögerlich los, aber dann gab es wirklich kein Halten mehr. Die Wehinger Ortsmitte war proppenvoll, die arbeitenden Vereinsmitglieder hatten alle Hände voll zu tun. Der Musikverein mit seinem Dirigenten Karl-Heinz Dreher drehte am Unterhaltungsschwungrad und das Duo „Susan und Mel“ zauberten fetzige Gitarrenklänge ins den Äther, bevor „Musifaz“ mit ihrem Bandleader Bernd Gimpl die Stimmung auf den Höhepunkt trieb.

Eine richtige Party hatte sich etabliert und die Stimmung schwappte in alle Zelte über. Da kamen die Würstle-Brutzler, Pizza-Bäcker, Burger-Kreatoren und Bierchen-Zapfer in den Zelten richtig ins Schwitzen, um die Nachfragen zu befriedigen.

Am Sonntag war die Hitze der Nacht einem kühlen Sommerwind gewichen und der Festbetrieb glitt in die Endphase. Wieder stimmte der Musikverein zum Frühschoppen an und langsam kam der Straßenfest-Express wieder auf Touren. Nachmittags durften auch noch die kleinen Kinder des Kindergartens mit Tänzen und Liedern aufwarten. Der VdK versüßte mit einem leckeren Kaffee- und Kuchenangebot die Straßenfest-Sonnenstunden, und die Seniorenkapelle spielte zur Unterhaltung im Zelt des Musikvereinsauf. Und nach der Verlosung der Tombola und der Ergebnisbekanntgabe des Schätzspiels der französischen Freunde klang das dreitägige Straßenfest langsam aus.

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