Wasser wird teurer, Abwasser billiger

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 Die Deilinger müssen ab 2020 mehr fürs Trinkwasser zahlen.
Die Deilinger müssen ab 2020 mehr fürs Trinkwasser zahlen. (Foto: Oliver Berg)
Schwäbische Zeitung

Die Deilinger müssen ab Januar höhere Wassergebühren zahlen. Der Gemeinderat beschloss die Anhebung von 2,80 auf 3,20 Euro pro Kubikmeter. Kämmerer Armin Sauter erläuterte, dass bei der Trinkwasserversorgung Verlustvorträge von 2015 bis 2017 von 32 730 Euro vorhanden seien.

Die jährlichen Gesamtkosten der Wasserversorgung betragen nach der vorliegenden Kalkulation laut Pressemitteilung 188 635 Euro. Zuzüglich der Unterdeckung 2015 bis 2017 ergäben sich Gesamtkosten von 221 369 Euro, so Sauter. Diese würden durch die jährlich verkaufte Wassermenge von 69 000 Kubikmeter geteilt. Daraus ergebe sich eine kostendeckende Wassergebühr von 3,20 Euro.

Die Abwassergebühr beträgt laut Sauter seit Januar 2017 1,90 Euro je Kubikmeter Abwasser. Hier liege eine Überdeckung der Kosten aus den Jahren 2015 bis 2017 von 31 305 Euro vor. Die jährlichen Gesamtkosten der Abwasserbeseitigung würden 143 866 Euro betragen. Hiervon werde die Überdeckung abgezogen, sodass ein Betrag von 112 561 Euro verbleibe. Letztlich ergebe sich eine kostendeckende Gebühr in Höhe von 1,68 Euro je Kubikmeter Abwasser. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Senkung der Abwassergebühr von 1,90 auf 1,68 Euro je Kubikmeter Abwasser zum 1. Januar.

Bei der Niederschlagswassergebühr liegen laut dem Kämmerer aus den Jahren 2015 bis 2017 ebenfalls Überschüsse in Höhe von 9510 Euro vor. Unter Anrechnung dieser Überschüsse ergäben sich jährliche Kosten von 43 025 Euro zur Ableitung von Regenwasser über die Regenwasserkanäle zum Mühlbach beziehungsweise Mittelbach. Die Gesamtfläche aller befestigten Grundstücke in der Gemeinde betrage 144 400 Quadratmeter. Von dieser Fläche würden den Regenwasserkanälen Regenwasser zugeleitet. Von der Verwaltung wurde eine Senkung der Niederschlagswassergebühr von 0,32 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche auf 0,29 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche zum 1. Januar vorgeschlagen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Senkung der Niederschlagswassergebühr zum Januar.

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