TV kann neues Sportheim bauen

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 So sehen die Pläne für das neue Sportheim des TV Wehingen aus.
So sehen die Pläne für das neue Sportheim des TV Wehingen aus. (Foto: Plan: TV Wehingen)
Richard Moosbrucker

Mit dem geplanten Neubau eines Sportheims hat sich der TV Wehingen viel vorgenommen und erwartet die Unterstützung durch die Gemeinde Wehingen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat dieses Thema im Mittelpunkt der Beratungen gestanden, an deren Ende Abteilungsleiter Stefan Narr vom Gemeinderat grünes Licht für das Riesen-Projekt in der Form bekam, dass sich die Gemeinde auf verschiedenen finanziellen Ebenen beteiligt.

Ein einstimmiges Ergebnis durften die Vertreter des TV Wehingen nicht erwarten. Immerhin gab es drei Enthaltungen, weil das Riesenprojekt noch diverse Fragezeichen in sich birgt, die bislang noch nicht eindeutig beantwortet werden konnten. Stefan Narr und Architekt Rolf Messmer erläuterten die Pläne für das Projekt, das auf dem Gelände der alten Wehinger Festhalle gebaut werden soll.

Fast eine Million Euro Baukosten

Insgesamt nähert sich die Bausumme mit 973 000 Euro der Millionengrenze und stellt damit die Verantwortlichen vor eine Riesenherausforderung, der man nur mit helfender Hand durch die Gemeinde und durch einen respektablen Eigenleistungsbeitrag des Vereins in Höhe von 142 000 Euro gerecht werden kann. Eingeplant ist auch ein Pächteranteil von 159 000 Euro, von dem man aber aktuell noch keine konkrete Vorstellung hat, wie dieser erwirtschaftet werden kann.

Für die Gestaltung der Außenanlagen rechnet der Verein mit der Übernahme der Kosten in Höhe von 60 000 Euro. Am Ende bleibt ein zu finanzierender Restbetrag von 638 000 Euro. Von einem stufenweisen Bau des Projekts wolle man absehen, da dies, wie in der Sitzung zu erfahren war, kostenmäßig nicht ratsam sei.

Der TV Wehingen als Eigentümer des alten Sportheims erhält von der Gemeinde eine Ablösung von 70000 Euro sowie einen Zuschuss in Höhe von 157 000 Euro. Daneben gewährt die Gemeinde dem TVW ein zinsloses Darlehen in Höhe von 100 000 Euro auf die Dauer von 20 Jahren. Dieses Darlehen wird allerdings mit den Zahlungen für die Unterhaltung und den Betrieb der Sportanlagen verrechnet.

Von der Gemeinde wird die zu erwartende WLSB-Förderung in Höhe von 40 000 Euro vorfinanziert und für ein Darlehen von 200 000 Euro eine Bürgschaft übernommen, falls dies von Seiten des Kommunalamtes beim Landratsamt genehmigt wird. Des Weiteren werden die Kosten für die Anlegung von Parkplätzen, die Verbreiterung der Groz-Beckert-Straße einschließlich der Anschaffung von zwei Schranken sowie die Anlegung eines Kinderspielplatzes im westlichen Bereich übernommen.

Verein an der Belastungsgrenze

Stefan Narr sprach in Bezug auf die Eigenleistungen von einer „recht stolzen Hausnummer“, die zwar den Verein an die Belastungsgrenze führe, aber in der Umsetzung zu stemmen sei, wenn man von einer Bauzeit von zwei Jahren ausgehe. Rolf Messmer erläuterte die Pläne so, dass so gebaut werden solle, dass Eigenleistungen auch sinnvoll eingeplant werden können.

Narr weiter: „Handlanger und Beihelfer haben wir genügend und wir haben uns genau überlegt, wie diese Manpower genutzt werden kann. Gekoppelt mit einem guten Willen können wir diesem hoch gesteckten Ziel näherkommen“, meinte Narr.

Gemeinderat Stefan Blaschi erinnerte an die Pflicht der Gemeinde, für den Bau von Umkleide- und Duschmöglichkeiten zu sorgen. Kollege Jürgen Gätschmann erinnerte an die große Integrationsleistung des Vereins. Gemeinderätin Isolde Reger kommentierte dies so: „Die Bausumme ist der Wahnsinn.“

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