Spielfeld ist nun „nahezu bundesligatauglich“

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 Das Planungstrio, (v.l.) Matthias Hermle, Alexander Zisterer und Gerhard Messner, zeigt stolz auf das neue Sportgelände.
Das Planungstrio, (v.l.) Matthias Hermle, Alexander Zisterer und Gerhard Messner, zeigt stolz auf das neue Sportgelände. (Foto: Richard Moosbrucker)
Richard Moosbrucker

„Opa“ Matthias Hermle, stellvertretender Vorsitzender des SV Gosheim, hat es im letzten Jahr auf der Theaterbühne krachen lassen. Selbiges haben auch Vereinschef Alexander Zisterer und Technik-Chef Gerhard Messner mit einer tatkräftigen Helfergilde aus dem Kicker-Bereich rund ein Jahr lang getan – und aus dem „Spielacker“ ein, wie Bürgermeister Andre Kielack es ausdrückte, nahezu bundesligataugliches Spielfeld gemacht. Dank einer tollen Gemeinschaftsleistung, zahlreicher Sponsoren und der finanziellen Förderung der Gemeinde Gosheim selbst können die SVG-Kicker bald wieder auf idealem Grund um Tore und Punkte kämpfen.

Spielfeld sah „übel“ aus

Das Spielfeld habe übel ausgesehen, meinte das Leitungsteam bei einem Lokaltermin unisono. Lange habe man das Projekt, das Zisterers Vorgänger, Klaus Hermle, schon vor Jahren angedacht habe, vor sich hergeschoben und vor allen Dingen auch die Kosten gescheut, die ein solches Projekt mit sich brächte – der Neubau des Sportheims, in das der Verein viel Eigenleistung investiert hat, liegt noch nicht allzu lange zurück. So wussten sie in der Tat nicht so genau, was auf sie zukommt. Doch mit viel Elan und Optimismus haben die Vereinsmitglieder in die Hände gespuckt und losgelegt.

Begünstigt wurde das Projekt dadurch, dass der neue Kunstrasenplatz daneben als Ersatzspielfläche dienen konnte. So konnte die Planung beginnen und vorsichtige Preisberechnungen angestellt werden. Ein Baukomitee unter der Leitung von Gerhard Messner sorgte dafür, dass die Arbeiten gut koordiniert werden konnten. Wichtige Voraussetzung: Eine Heerschar freiwilliger Helfer, die bereit waren, selbst Hand anzulegen. So musste der alte Grund abgetragen und wieder neu aufgebaut werden. Dabei machten die Sportplatzbauer eine unliebsame Entdeckung, die bewies, dass Gosheim eine „steinreiche“ Gemeinde ist.

Rund 90 Helfer, von den Bambini über die Aktiven, Ausschussmitglieder bis zu den Alten Herren haben in mühevoller Arbeit nicht nur die Steine aufgelesen, sondern sich rund um den neuen Sportplatz mit Spezialaufgaben beschäftigt und gute handwerkliche Lösungen gefunden. Gerhard Messners Frau habe, so erzählte er, ihm geraten, sein Bett auf dem Sportgelände aufzubauen, um näher an der Arbeit zu sein. So weit ist es allerdings nicht gekommen.

In Kooperation mit einer Spezialfirma gelang es dem Helferteam, eine Drainage und ein Bewässerungssystem einzubauen, damit man künftig nicht, wie in der Vergangenheit, den Rasen mittels Feuerwehrschläuchen wässern muss. Dass man auch am Nebenplatz Hand anlegen musste, fügt das Vorstandstrio nur beiläufig hinzu. Bedauert wird aber, dass es mit dem Eröffnungsspiel nichts wird, denn: Der harte Winter hat dem neuen Rasen stark zugesetzt und ihn mit einem sogenannten „Schneeschimmel“ überzogen, so dass sich die Feuertaufe um einige Wochen verschiebt. Am Freitagabend, 17. Mai, wird man auf das gelungene Werk anstoßen. Und wenn die Kosten von 150 000 Euro zur Sprache kommen – dann muss eben die steinreiche Gemeinde Gosheim unterstützend eingreifen.

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