Schwarzer Humor gefällt den Zuschauern

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 Die Akteure des Theaterstücks in Reichenbach bereiteten den Zuschauern viel Spaß.
Die Akteure des Theaterstücks in Reichenbach bereiteten den Zuschauern viel Spaß. (Foto: Volkmar Hoffmann)
Volkmar Hoffmann

Als das Musikstück „Polka mit Herz“ vom Musikverein Reichenbach, dirigiert von Klaus Dietrich ausklang, hat der Vorsitzende Alfons Huber den alljährlichen Theaterabend eröffnet. Dieses Jahr brachten elf Akteure mit makabren Wortwitz und großer Selbstsicherheit die Komödie unter dem Namen „Wer betreut hier wen?“ zur Aufführung. Der Dreiakter mit schwarzem Humor erzählt über das Seniorenheim „Herbstlaub“, das im Visier eines gierigen Investors steht und für ein Einkaufszentrum abgerissen werden soll.

Es entwickelten sich im Laufe des Abends übelste Methoden, das Haus auf dem Platz zu entfernen. Doch zunächst überprüfte Rita Rau vom Ordnungsamt (Steffi Marquart) die Seniorenresidenz zwecks der Bestimmungen für Altenwohnheime. Dieses wird geführt von Hanne Bayer (Elke Schuler). Ihre Mitarbeiter waren Pfleger Micha Beck (Alexander Minder), Sonja Krüger (Stefanie Pau) sowie die Hilfe Whitney Maurer (Sarah Flad), die allesamt alle Hebel ansetzten, um das Haus zu erhalten und die Gefahr für die Bewohner zu bannen.

Aber Investor Heinrich Löwe (Bernhard Bosch) ließ nicht locker und wollte den „Komposthaufen“ an den Rand der Gemeinde zur alten Fabrikhalle umsiedeln, damit Hanne Bayers „Gruselmannschaft“ durch den Abrissbagger verschwinden kann. Es gebe aber auch andere Wege, wie den Reichenbacher Friedhof mit Doppelgräbern. Also war der „Laden“ in höchster Gefahr, dazu trug Werbefuzzi Peter König (Benjamin Volz) mit seinem Slogan „Bin ich schon drin oder was, wohnst du noch oder liegst du schon?“ bei, zugeschnitten auf den Bestatter Ansgar Schwarz (Hubert Wittmer), der auch Fahrten mit seinem Leichenwagen anbot. Der Bestatter mag besonders Hanne Bayer und alte Menschen – „Das Taxi bringt, der Bestatter holt“ – er weiß auch, dass der Hirntod bei Frauen völlig unbemerkt bleibe.

Weitere Heimbewohner waren die boshafte ehemalige Geschichtslehrerin Sophia Lichtenberg (Silvia Schätzle), die darauf besteht, ein Fräulein zu sein, die Hochstaplerin Dorothee Freifrau zu Wintersheim (Sandra Marquart) mit einer falschen Vergangenheit, Major Edelbert Hartmann (Florian Bosch) hat als ehemaliger Soldat keinen Humor und möchte wie die anderen Mitbewohner das Haus „Herbstlaub“ mit nützlichen Eigenschaften erhalten. Doch der Bestatter hat für alle Sonderwünsche Verständnis und die notwendige Lösung. Wie diese finale Schlacht mit Überraschungen gelöst wurde, wird nicht verraten.

Es war eine tolle Leistung: Die Schauspieler passten mit Spielfreude und Situationskomik voll in ihre Rollen. Maske und Requisiten stimmten. Die Regie führte Johannes Huber zusammen mit der Souffleuse Ulrike Marquart. Mit viel Gelächter und Beifall endete ein schwarzgefärbter, humorvoller Abend, der auch auf das kommende Wochenende hoffen lässt. Das Theaterstück wird nochmals am Freitag, 8. November, und Samstag, 9. November, jeweils 20 Uhr in der Reichenbacher Festhalle aufgeführt. Saalöffnung ist um 19 Uhr. Der Eintrittspreis an der Abendkasse beträgt sieben Euro, 6,50 Euro im Kartenvorverkauf bei KSK und Volksbank Wehingen.

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