Sakrale und profane Kunst mitten im Wald bei Bubsheim

Lesedauer: 2 Min
 Hobby-Holzkünstler Frank Heinemann in seiner Werkstatt: Die Josefsstatue ist noch nicht ganz fertig.
Hobby-Holzkünstler Frank Heinemann in seiner Werkstatt: Die Josefsstatue ist noch nicht ganz fertig. (Foto: Judith Engst)
Judith Engst

Wirklich wunderschön, was sich bei einem Spaziergang im Bubsheimer Gewann „Börndle“ so alles entdecken lässt: Mal ist es eine urige, aus einem liegenden Eschenstamm herausgesägte Holzbank, mal eine anrührende, dezent bemalte Marienfigur mit Jesuskind auf dem Schoß, die neben einem Feldkreuz steht. Wer hinter diesen hübschen Kunstwerken steckt?

Das zeigt sich am Waldrand auf einem gepflegten Grundstück mit Streuobstwiese, Bienenstand und noch weiteren originellen Holzstatuen und -objekten.

Der Hobby-Künstler, der hier an einer Josefsstatue arbeitet, heißt Frank Heinemann und kommt aus Bubsheim. Die Josefsstatue möchte er noch zu seiner Maria stellen und so die heilige Familie vervollständigen.

Eschen waren zu schade zum Verheizen

Heinemann ist hauptberuflich bei der Straßenmeisterei tätig. Wegen des Eschentriebsterbens, einer heimtückischen Baumkrankheit, hat er vor Kurzem sehr viele Eschen gefällt. „Die waren zu schade zum Verheizen“, befand er, und ließ sich etwas Originelles einfallen, um damit Wald und Flur zu dekorieren.

Und nicht nur das: An seiner Holzhütte hängt auch ein Kreuz, gefertigt aus zwei abgebrochenen Fichtengipfeln, aus denen er – nur andeutungsweise, aber deshalb umso eindrucksvoller – den Corpus des Gekreuzigten herausgearbeitet hat.

Zu finden sind die originellen Arbeiten an dem Feldweg am Gewann Börndle. Die Feldweg-Einmündung liegt etwa 800 Meter vom Kreisverkehr „Heuberger Kreuz“ entfernt, links (also nördlich) der Straße in Richtung Bubsheim. Wer zu Fuß dem Feldweg folgt, stößt automatisch auf Heinemanns Holzkunst.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen