Pfarrerin Dorothee Kommer freut sich auf Wehingen

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 Dorothee Kommer wird ab 1. November die evangelische Pfarrstelle für Wehingen, Gosheim, Deilingen, Reichenbach und Egesheim übe
Dorothee Kommer wird ab 1. November die evangelische Pfarrstelle für Wehingen, Gosheim, Deilingen, Reichenbach und Egesheim übernehmen. (Foto: Richard Moosbrucker)
rm und Richard Moosbrucker

In Wehingen und auf dem ganzen Heuberg ist die Freude groß, dass mit Dorothee Kommer (50) die vakante Pfarrstelle der evangelischen Christuskirche am 1. November wieder besetzt wird. Für die gebürtige Ludwigsburgerin ist es die dritte Pfarrstelle nach Tätigkeiten in Hechingen und Haigerloch.

Lange haben die Gläubigen der evangelischen Kirchengemeinde, zu der neben Wehingen auch Gosheim, Deilingen, Reichenbach und Egesheim gehören, auf die neue Pfarrerin warten müssen. Dorothee Kommer ist naturverbunden und freut sich auf eine segensreiche Arbeit in einem „wunderschönen“ Flecken der Schwäbischen Alb.

Aber nicht nur die Natur hat es ihr angetan. Es seien vor allen Dingen auch die Menschen, die in dieser Kirchengemeinde ehrenamtlich ihren Dienst tun und so zu einem segensreichen Gemeindeleben beitrügen, meint Dorothee Kommer voller Überzeugung. „Das hat Struktur und daher freue ich mich auf diese Aufgabe“, setzt Kommer ihre optimistische Einschätzung fort.

Dorothee Kommer ist geschieden und hat zwei Söhne im Alter von 14 und 18 Jahren. Sie können in ein vollkommen renoviertes Pfarrhaus einziehen. Die neue Pfarrerin will offen auf die Leute zugehen, hören, wo sie der Schuh drückt. Der Dialog zwischen und ihr und den Mitgliedern der Kirchengemeinde ist ihr wichtig. Doothee Kommer: „Ich bin sehr gerne unterwegs und möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen, weil das die Glaubensgemeinschaft bereichert“. Ihre Gesprächsbereitschaft möchte sie auch gerne hinsichtlich der Ökumene sehen und einen guten Kontakt zur katholischen Kirchengemeinde pflegen.

Weil sie einen Doktortitel trägt ist es auch interessant, mit welchem Thema sie sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt hat. Nach dem Studium in Tübingen und Kiel und einer befristeten Anstellung in Neuseeland hat sie sich in ihrer Doktorarbeit mit den „Frauen um Martin Luther“ beschäftigt, die meist in Vergessenheit geraten seien, aber doch im Umfeld Luthers eine wichtige Rolle gespielt hätten. Im Mittelpunkt ihrer Dissertation habe Margarete von Treskow gestanden, deren Wirken erst durch ihre Doktorarbeit ihrem Heimatort in Magdeburg richtig bewusst geworden sei.

Ihre Tätigkeit als Seelsorgerin, so Dorothee Kommer beschreibt sie auf Schwäbsich: „Gucka, was möglich ist und akzeptiera, was nicht möglich ist“. Ihre Neigung zur Musik bringt sie mit Singen und Gitarre spielen zum Ausdruck. Natürlich gefällt ihr, dass es in ihrer neuen Kirchengemeinde eine Gottesdienst-Band und einen Posaunenchor gibt.

Jetzt aber bereitet sie sich erstmal auf ihren Umzug vor und freut sich auf den Tag, an dem ihre Investitur in Wehingen feiern darf. Der Festgottesdienst findet am 10. November um 14 Uhr in der evangelischen Christuskirche, die ihr sehr gut gefällt, statt. Mit ihr feiert die ganze Gemeinde, weil jetzt endlich eine große Lücke im Glaubensleben der Gemeinde geschlossen werden konnte.

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