Patrick Steuer hat große Pläne

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 Der Team-Chef Patrick Steuer hat 2020 viel vor.
Der Team-Chef Patrick Steuer hat 2020 viel vor. (Foto: Winfried Rimmele)
Winfried Rimmele

Das Bubsheimer Motorsport-Team um Patrick Steuer hat große Pläne für 2020. Dazu gehören weitere Rennserien, Einsätze und Fahrzeuge.

Auf den ersten Blick fallen eine umfangreiche Umgestaltung und Erweiterung des Teams auf. Dadurch können weitere Kundenprojekte in Angriff genommen werden. „Wir haben uns im Team erweitert und neu aufgestellt. Dadurch können wir die anstehenden Projekte realisieren und umsetzen. Und die sind mal richtig cool“, betonte Steuer.

Für die neue Saison richtet EPS-Rennsport den Fokus wieder auf die Nordschleife. Die bisherige VLN-Langstreckenmeisterschaft wurde für die kommende Saison in die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) umbenannt. Das Bubsheimer Team wird wieder mit ihrem bisherigen BMW E90 325i in der Klasse V4 antreten. Das bedeutet in einer reglementierten Klasse, angelehnt an die Produktionswagen bis 2500 Kubikzentimeter Hubraum. Welche Fahrer das Fahrzeug steuern, ist noch nicht endgültig entschieden.

Mit einem neuen, aber nicht unbekannten Projekt startet das Team in eine neue Herausforderung. Mit einem Porsche Cayman 718 GT4 Clubsport tritt das Team wieder in den Kundensport bei Porsche ein. Das Fahrzeug soll zu Beginn der Saison getestet und eingestellt werden, bevor es dann beim ADAC Total 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antreten soll. Einmal rund um die Uhr durch die grüne Hölle. „Wir haben mit so einem Projekt schon unsere Erfahrungen. Die Vorbereitungen laufen derzeit recht gut. Wir werden jetzt mal so richtig loslegen und in der AM-Wertung der Manthey Trophy angreifen“ erklärte ein motivierter Steuer. Die Fahrer für das 24-Stunden-Projekt stehen fest.

Der werksneue Porsche Cayman GT4 soll nach dem 24-Stunden-Rennen noch weitere Tests und Einsätze auf der Nordschleife fahren. Hier steht Patrick Steuer bereits in Kontakt mit Fahrern und Projekten für dieses und Folgejahre.

Als weitere Rennserie hat sich das Team den Porsche Sports Cup angenommen. Technische Betreuung von Fahrzeugen und deren Abstimmung wird die Aufgabe der Truppe sein. „Die reine Porsche-Rennserie ist in unserem Umfeld beliebt und bietet ein tolles Programm. Auch für ambitionierte Fahrer wird viel geboten. Daher werden wir dieses Jahr für diese Rennserie bereit sein“ erklärte der Team-Chef.

Als weiteren Ausblick hat das Team die internationale Langstreckenserie „24h Series“ im Blick. „Wir arbeiten daran, bei ein bis zwei Veranstaltungen teilzunehmen, um Kilometer mit dem Auto sammeln zu können. Natürlich würden wir auch gerne mehrere Veranstaltungen fahren, aber die Aufgaben die wir haben, beziehen sich auf langfristige Einsätze in den Rennserien. Dafür muss man sich erstmal Budget und auch Fahrer aufbauen“, bilanzierte Steuer.

Für ihn selber steht dieses Jahr die Umstrukturierung des Teams im Vordergrund. Für das 24-Stunden-Rennen und deren Vorbereitung setzt sich Steuer selbst ins Cockpit des GT4-Fahrzeugs. Für weitere Renneinsätze sieht sich der Bubsheimer allerdings nicht hinterm Lenkrad. „Ich freue mich auf das 24-Stunden-Rennen, da es mein absolutes Highlight ist. Gerade mit dem GT4-Fahrzeug kann ich mich hier weiter nach vorne arbeiten. Mein Budget als Rennfahrer konzentriert sich auf die Arbeit im Team. Für neue Partner und Sponsoren bin ich natürlich immer offen“, sagt Steuer.

Was sich das ehrgeizige Team aus Bubsheim auch weiter auf die Fahne geschrieben hat, ist das soziale Engagement. Steuer: „Wir werden dieses Jahr wieder gemeinsam mit unseren Partnern beim 24-Stunden-Rennen pro gefahrener Runde Spenden sammeln und zusätzlich einen Tag veranstalten, an dem es hilfsbedürftigen Menschen ermöglicht werden wird, in einem Rennfahrzeug mitzufahren. Wir haben es 2018 schon im kleinen Rahmen gemacht und arbeiten wieder daran.“

Im Fokus des Teams steht fest die Nordschleife, zeigt aber auch, dass sich das Team in anderen Serien umschaut. Die ersten Tests sind im Februar im heimischen Hockenheim angesetzt. Dort werden sich dann auch die weiteren Fahrer zeigen.

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