Neue Liste heißt „Pro Gosheim“

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 Eine neue Liste gründet sich in Gosheim.
Eine neue Liste gründet sich in Gosheim. (Foto: Heck, Kaan)
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Gosheim macht Kommunalpolitik gegen den Trend: Während woanders sich die Listen für die Kommunalwahl im Mai nur schwer füllen, wartet Gosheim mit einer zusätzlichen auf. Sie hat auch schon einen Namen: „Pro Gosheim“, um den positiven Ansatz für die Gemeinde auszudrücken.

Der zurück liegende Bürgermeisterwahlkampf in Gosheim habe viele Leute für kommunalpolitische Themen interessiert, berichtet Gerd Grewin. Der Betriebsratsvorsitzende ist einer der Aktiven, die die neue Liste auf die Beine stellen. Bisher gibt es in der Gemeinde die Freien Wähler und die CDU, wobei die 14 Räte generell so abstimmen, wie sie es persönlich für richtig halten. Und genau so wollen es die „Pro Gosheimer“ auch halten, sagt Grewin. In einer so kleinen Gemeinde sei Fraktionszwang Blödsinn.

Warum dann aber eine eigene Liste? Es sei der frische Wind, die Lust an etwas Neuem, das die Beteiligten antreibe, so Grewin. Und man habe Ideen und inhaltliche Anknüpfungspunkte, die sich unter anderem an den Themen orientieren, die auch im Bürgermeisterwahlkampf eine Rolle gespielt haben: Ortsmitte, Jugend, Alter. „Wir wollen die Gemeinde nach vorn bringen.“

Der Schwung der Bürgermeisterwahl habe auch dazu geführt, dass regelmäßig viele Interessierte in den Ratssitzungen seien. Elf Bewerber hätten sich bereits gemeldet, für die Nominierungsversammlung seien noch weitere willkommen.

Vor fünf Jahren hätten beide Listen 16 Bewerber für die 14 Sitze gehabt, und diesmal seien es über 30, meint Grewin. „Damit haben die Gosheimer eine echte Auswahl.“

Drei der Pro Gosheim-Leute seien Frauen, man habe auch versucht, verstärkt jüngere Mitbürger anzusprechen, gerade jene, die sich auch im Wahlkampf als engagiert gezeigt hätten, aber diese hätten gesagt, sie wollten sich zunächst auf das Jugendraum-Anliegen konzentrieren. Altersmäßig seien die potenziellen Kandidaten in der Mitte, zwischen 45 und 55 Jahren, angesiedelt und fast alle kommunalpolitische Neulinge.

Und: Sie verorteten sich weder links noch rechts noch irgendwie parteipolitisch, sagt Grewin.

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