Narren blicken aufs „glückselige Spektakel“

Lesedauer: 4 Min
Die wiedergewählten Zunfträte mit den beiden Neuen, Rainer Schulz und Andre Grewe.
Die wiedergewählten Zunfträte mit den beiden Neuen, Rainer Schulz und Andre Grewe. (Foto: Moosbrucker)
Richard Moosbrucker

Mit Linsen, Spätzle und Saitenwurst hat die Narrenzunft Wehingen am Samstagabend in der Schlossberghalle das Wagenbauerfest kulinarisch bereichert und gleichzeitig, vor dem traditionellen G`schellabstauben durch die Narrentanzgruppe, im Rahmen der Generalversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt.

Erstmals fasste der im letzten Jahr gewählte Zunftmeister Alfred Geisel ein ereignisreiches Fasnetsjahr zusammen, wobei er zwischen wichtigen, schönen und außergewöhnlichen Ereignissen differenzierte. In die Generalversammlung integriert waren auch die Höhepunkte des Fanfarenzugs, die von Bernd Gimpl zusammengefasst wurden (siehe gesonderter Bericht).

Wichtig, so Geisel, sei für die Narrenzunft die Brauchtumspflege, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Fasnet in ein „glückseliges Spektakel“ gemündet habe. Das Konzert mit Wilfried Rösch und den Heimathelden sei auf eine große Resonanz gestoßen und könne dabei als gelungen bezeichnet werden. Nicht gelungen sei dagegen die Lösung des Brandschutzproblems in der Schlossberghalle, die die Zunft vor große sicherheitstechnische Probleme stelle. Man habe aber noch nicht resigniert und arbeite an diesem Problem weiter.

Traurig sei der Heimgang von Mary Albrecht und Pfarrer Bentele, die einen festen Platz in der Wehinger Fasnet gehabt hätten. Besonders wertvoll sei die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Musikverein, dem Fanfarenzug und der Gemeinde. Nicht wegzudenken sei die Unterstützung durch großzügige Sponsoren und der Frauen in der Zunft, meinte Geisel.

Spenden ermöglichen Überschuss

Schriftführer Thomas Narr fasste in seinem Bericht das vergangene Jahr ausführlich zusammen. Kassierer Wolfgang Klein erläuterte detailliert die Kassenentwicklung, wobei er auf einen deutlichen Überschuss verweisen konnte, der allerdings nur dank der Spendenbereitschaft so positiv ausgefallen sei. Wäre die Zunft auf den reinen Fasnetsbetrieb angewiesen, sähe, so Klein, die Lage ganz anders aus. Adolf Mattes bestätigte ihm eine tadellose Kassenführung und lobte vor allen Dingen die Spendenbereitschaft der Wehinger Firmen und Privatleute.

Bürgermeister Gerhard Reichegger hatte nur lobende Worte für die Wehinger Narrenzunft übrig. Er bedankte sich für die Brauchtumspflege und die sonstige Mitwirkung der Zunft am öffentlichen Leben in der Gemeinde. Auch in diesem Jahr würde die Narrenzunft finanziell durch die Sitzungsgelder des Gemeinderats unterstützt.

Bei den Wahlen wurden der stellvertretende Zunftmeister, Stefan Freundl und Schriftführer Thomas Narr jeweils in ihren Ämtern bestätigt. Wiedergewählt wurden ebenso die Zunfträte Peter Braunschweiger, Burkard Fuchs, Hermann Schiller, Frank Volkwein, Alexander Hussal, Andreas Klaiber und Frank Klumpp. Neu in den Zunftrat gewählt wurden Rainer Schulz und Andre Grewe.

Mit dem Ausblick auf die kommende Fasnetssaison, einem Fotorückblick auf die Vergangene und dem eigentlichen traditionellen G`schellabstauben mündete die Generalversammlung in ein gemütliches Beisammensein mit viel Musik und Unterhaltung.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen