Mont Blanc ist Gipfel des Großen Fleschhorns

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 Panorama von Jungfrau bis Mont Blanc.
Panorama von Jungfrau bis Mont Blanc. (Foto: Josef M. Zisterer)
Schwäbische Zeitung

Das Bild der Gosheimerin Heike Weber, das wir am Samstag veröffentlicht haben, zeigte offenbar doch nicht den Mont Blanc von Gosheimer aus gesehen. Das Gipfelgebilde hinter dem linken Windrad seien nicht Jungfrau, Mönch und Eiger, sondern Finsteraarhorn (4274 Meter), Lauteraarhorn (4022 Meter) und das Schreckhorn (4078 Meter), sagt der Wehinger Josef Zisterer. „Das, was als Mont Blanc vermutet wurde, ist der Gipfel des Großen Fleschhorns (4049 Meter).“ Die Gipfel Mönch, Eiger und Jungfrau lägen nochmals um etwa die gleiche Winkelabweichung weiter rechts, wobei der Eiger genau vor dem Mönch liege, „und daher als eigener Gipfel von Gosheim, bzw. vom Lemberg aus, nicht zu erkennen ist“. Das Panorama zeigt eine Aufnahme Zisterers vom 12. Dezember 2013 vom Lembergturm aus geschossen, „als der Mont Blanc tatsächlich, wenn auch nur sehr schwach, zu sehen war“. Die Sicht auf den Mont Blanc sei nur „unter sehr seltenen und ganz bestimmten optischen und Wetterverhältnissen möglich, und zwar nur bei Bedingungen der besonderen Refraktion des Lichtes (Lichtbeugung)“, denn eigentlich sei durch die Erdkrümmung die direkte Sicht nicht möglich. Der „Berg der Erdkrümmung“ zwischen dem Lemberg (Plattform auf dem Turm) und dem Mont Blanc betrage nämlich 945 Meter. Durch die Refraktion könne es in seltenen Fällen dazu kommen, dass der Mont Blanc den Sichthorizont um scheinbar 25 Meter überrage, und das bei einer Entfernung von 295 Kilometern.

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