Missverständnis bei der Urlaubsplanung kostet Job

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 Vor dem Arbeitsgericht Villingen klagte eine Frau gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber.
Vor dem Arbeitsgericht Villingen klagte eine Frau gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber. (Foto: Symbol: dpa)

Nochmals Glück hat jüngst eine Mitarbeiterin mittleren Alters in einem kleineren Betrieb auf dem Heuberg bei einer Sitzung vor dem Arbeitsgericht Villingen gehabt. Wegen eines fehlenden Urlaubsantrags war ihr gekündigt worden, doch erstritt sie sich vor dem Arbeitsgericht eine Abfindung.

Vergangenes Jahr war sie bis 28. Dezember krank. Als sie wieder genesen war, ging sie nicht zur Arbeit, weil der Betrieb bis 4. Januar Betriebsruhe hatte. Sie meinte, nach Weihnachten sei niemand mehr im Betrieb und sie könnte auch noch später ihren jetzt genommenen Urlaub beantragen. So blieb sie zu Hause.

Sie wäre ohnehin zum 31. Januar aus dem Betrieb ausgeschieden.

Ganz anders dachte jedoch ihr Arbeitgeber. Er meinte, es läge kein Urlaubsantrag vor. Prompt folgte eine außerordentliche Kündigung. Dagegen wehrte sie sich vor dem Arbeitsgericht Villingen.

Nach kurzer Verhandlung trennte man sich. Nach kontroverser Diskussion einigten sich die Beteiligten auf eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses zum Ende Januar, versüßt mit einer Abfindung in vierstelliger Höhe.

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