Lieder erhellen das Dunkel

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 Friederike Weber dirigierte das gemeinsame Schlusslied.
Friederike Weber dirigierte das gemeinsame Schlusslied. (Foto: Volkmar Hoffmann)
Volkmar Hoffmann

Männergesangverein, Kirchenchor, Sängerinnen und Instrumentalisten haben sich zu einem gemeinsamen Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Konrad zu Mahlstetten zusammengetan.

Im Namen der Kirchengemeinde begrüßte Gemeindereferentin Silvia Straub die Gäste mit einem Zitat von Franz von Assisi: „Schon ein kleines Lied kann viel Dunkel erhellen. – Genießen wir also die Freude und das Licht.“

Und dies geschah gleich zu Beginn mit dem eindrucksvollen Orgelwerk „Tochter Zion, freue dich“ von Jones. Es folgte von den Sängerinnen Kerstin, Anja und Celina Bienert ein schön gesungenes „Adeste Fideles“ von Ranke in einer einmal ganz anderen Form. Ganz anders präsentierte sich auch Led Zeppelins „Stairways to Heaven“, gespielten mit der Blockflöte, begleitet mit dem Piano, im Arrangement von Michael Bienert.

Ausgereifte Tenorstimme

Danach interpretierte der Männerchor als interessanten Kontrast mit einem hervortretenden Bass das „Abendlied“ von Rheinberger. Eine gute, ausgereifte Tenorsolostimme ertönte bei „Schenke uns deinen Frieden“. Klangschön auch das immer wieder gern gehörte „Schäfers Sonntagslied“, fein abgestimmt in guter Aussprache vom zarten Piano bis zum Forte.

Zwischen den Gesängen las Beate Gentner religiöse, tiefsinnige Texte, die zum Nachdenken über Weihnachten aufforderten. Ein lang anhaltender Tenorklang folgte mit „Hör’ in den Klang der Stille“. Harold Merkx sang dann anschließend zu seinen Pianoklängen das traditionelle Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“; dazu stand Maria Münch mit Kind Mara Schänzel auf, führte es zum Chorraum und Mara sang von Udo Lindenberg „Wozu sind Kriege da?“

Dann wurde das Mikro zurechtgestellt, und Maria Münch sang sich zusammen mit Sarah Rebhan am Piano in die Herzen der Zuhörer mit „Heiland der Welt“. Zudem zeigte sie ihr gesangliches Talent mit „Let it Be“ („Lass’ es geschehen“) von Lennon und McCartney. Einen musikalischen Gegensatz setzte dann der Kirchenchor mit dem stimmungsvollen „Andachtsjodler“, einem baskischem Adventslied sowie von Mendelssohn Bartholdy „Verleih uns Frieden“ mit Unterstützung an der Orgel von Volker Schweizer.

Gemeinsam in großer Geschlossenheit ließen danach als Abschluss alle Aufführenden, besonders der Männergesangverein unter der Leitung Claudia Mülherr-Bienert und der Kirchenchor unter Leitung von Friederike Weber, das Lied „Macht hoch die Tür“ erklingen. Alle Musiker erhielten reichlich gespendeten Applaus.

Als stiller Genießer und Beobachter der Tongirlanden im Gotteshaus saß fast unbemerkt der leitende Pfarrer Johannes Amann – diesmal in der letzten Bankreihe.

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