Land kartiert Mahlstettens Wald

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Das Land und die Gemeinde Mahlstetten suchen noch Helfer für die bevorstehende Kartierung der Gemeindewälder.

Ein Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung war die Standortkartierung im Gemeindewald Mahlstetten. Das Land Baden-Württemberg führt diese voraussichtlich nach den Sommerferien durch, so heißt es in dem Bericht. Für die Waldbesitzer sei die Kartierung grundsätzlich kostenlos. Dabei erfasst das Land die Standorte der heimischen Wälder, beschreibt und interpretiert sie. Die Standortkartierung liefert wichtige Informationen zur Ausweisung von Waldentwicklungstypen, zur Baumartenauswahl, zur Leistungsfähigkeit der Baumarten und zur Planung waldbaulicher Maßnahmen.

Die Ergebnisse fließen in verschiedene Fachverfahren und forstliche Planungsprozesse. Zum Beispiel gehen sie in die Anerkennung und Bewertung von Ökokontomaßnahmen oder der Forsteinrichtung als mittelfristiges Planungsinstrument. Die Kartierung sei somit eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung stabiler Wälder im Zuge der Klimaveränderung und elementar für die forstliche Tätigkeit im Kommunalwald.

Die mit der Kartierung beauftragten Mitarbeiter des Vereins für forstliche Standortskunde und Forstpflanzenzüchtung, Freiburg, bezahlt das Land.

Die Bohr-Gehilfen müssen allerdings vom Waldbesitzer beziehungsweise von der Gemeinde gestellt werden. Die Hilfen sind zuständig für die Entnahme von Bodenproben, die manuell gebohrt werden. Im Rahmen einer Ausschreibung werden möglichst örtliche Mitarbeiter auf der Basis von geringfügigen oder kurzfristigen Arbeitsverhältnissen gesucht. Die Tätigkeit ist auch für Studenten und Rentner geeignet, ebenso für Schüler ab 16 Jahren.

Der neue Gemeinderat von Mahlstetten hat in seiner jüngsten Sitzung Anträge bestätigt, wie der zu dem Zuschuss für die Sanierung in der Lippachtalstraße 8.

Das Fischwassers „Lippach“ verpachtet die Gemeinde an Holger, Lars und Peter Martin für die kommenden zwölf Jahre.

Die Erneuerung der Schmutzmatte im Rathausflur vergab der Gemeinderat an die Firma Kupferschmid in Dürbheim, so der Bericht der Gemeinde über die Sitzung. Außerdem müsse der Abwasserzuleitungssammler, der durch die Wasserschutzzone der Stadt Mühlheim läuft, von den Gemeinden Böttingen und Mahlstetten auf Dichtigkeit untersucht werden. Ein Fachbüro soll eine erste Einschätzung über die voraussichtlichen Kosten und die Möglichkeiten der Durchführung einer solchen Prüfung abgeben. Außerdem soll der Sammler digital vermessen werden.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen