Klimawandel: Vortrag über die Fehler, die gemacht wurden

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 Andreas Huber ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.
Andreas Huber ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. (Foto: Archiv: Huber)
Schwäbische Zeitung

Eine schonungslose Analyse des Fehlverhaltens, das uns letztlich die Problematik der Klimaveränderung eingebracht hat, hat auf Einladung der N!-Region 5G Andreas Huber, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, geliefert. Er sprach vor einer allerdings nur halb voll besetzten Wellendinger Festhalle zum Thema Nachhaltigkeit.

Hubers Botschaft an diesem Abend: „Wir brauchen einen Systemwandel. Der Wandel muss in den Köpfen stattfinden und wir müssen unser Profitdenken radikal auf den Kopf stellen.“

Die Schuld nicht bei anderen Suchen

Die Menschheit entnehme bis zum heutigen Tag der Natur mehr als diese regenerieren kann, so Huber, der ursprünglich aus dem nicht weit entfernten Mahlstetten stammt. Es mache keinen Sinn, die Schuld immer bei anderen zu suchen, beispielsweise der Politik, sagte er. Jeder könne in seinem Bereich viel bewegen – „er muss es nur endlich auch einmal tun“.

Fleischverbrauch einschränken

Andreas Huber, der seinen Vortrag mit Statistiken und Fotos hinterlegte, gab viele konkrete Tipps für das, was jeder im eigenen Bereich tun kann.

Muss der Rasen tatsächlich jede Woche einmal gemäht werden? Wo kann man auf Rad oder Bahn umsteigen? Können wir den Fleischverbrauch einschränken? Wie können wir für den Flug in den Urlaub einen ökologischen Ausgleich schaffen?, und vieles mehr.

Im betriebswirtschaftlichen Handeln würden ökologisch sinnvolle Dinge nicht belohnt, so der Referent, sondern bestraft. Die anschließende Diskussion befasste sich dann auch mit diesen Fragen.

Lebhafte Diskussion

Der derzeitige Vorsitzende der „N!-Region 5G“, Bürgermeister Thomas Albrecht, Wellendingen, bedankte sich zum Schluss für die Ausführungen und die lebhafte Diskussion.

Er führte dabei auch aus, dass die in der „N!-Region 5G“ zusammengeschlossenen Gemeinden Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen und Wellendingen bereits schon vieles auf den Weg gebracht hätten und weiter gemeinsam auf den Weg bringen würden – angefangen von einem gemeinsamen Nachhaltigkeitsbericht über ein Klimaschutzkonzept bis hin zu der derzeitigen Aktion der Blumenwiesen.

Für das kommende Jahr konnte die „N!-Region 5G“ bereits den durch Fernsehen und Medien bekannten Professor Dr. Bernd Raffelhüschen vom Institut für Finanzwissenschaft und Sozialpolitik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für einen Vortrag verpflichten.

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