Kigakinder bauen Roboter

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 Selbst aktiv wurden die Bubsheimer Kinder.
Selbst aktiv wurden die Bubsheimer Kinder. (Foto: Anton Häring KG)
Schwäbische Zeitung

An vier Tagen hat die Anton Häring KG, Präzisionsteilehersteller in Bubsheim, ihre Türen für einen besonderen Kindergartenausflug des St. Jakobus Kindergartens geöffnet. Am „Kinder-Berufe-Tag“ nahmen laut Pressemitteilung 37 Kinder teil. „Es waren spannende Tage für die Kinder und für uns. Jeden Tag war eine andere Gruppe da – nur eines hatten sie alle gemeinsam: einen unglaublich großen Wissensdurst“, zeigt sich Geschäftsführerin Miriam Häring, selbst zweifache Mutter, begeistert vom gelungenen Ablauf.

Bei einer Führung über das gesamte Betriebsgelände standen Zwischenstopps und Fragerunden bei den wichtigsten Abteilungen wie Einkauf, Qualitätskontrolle, Vertrieb, IT und Produktion an. „Viele Kinder konnten ihre Eltern oder Verwandten am Arbeitsplatz besuchen“, freut sich Eva Mengis, Leiterin des St. Jakobus Kindergartens. Seit Jahren hatte der Kindergarten keinen Ausflug zu einem regionalen Unternehmen mehr gestartet. Umso überzeugter ist sie nun von diesem Konzept. „Die Anton Häring KG hatte uns Ansichtsmaterial zukommen lassen, wie eine Antriebswelle oder eine Ventilnadel, zusammen mit dem Rohmaterial, aus dem es erstellt wird. Damit konnten wir bereits vorab die Themen mit den Kleinen erarbeiten. Es war toll zu sehen, wie viel Spaß sie daran hatten, endlich zu verstehen, was ein Unternehmen macht, das die meisten schon im Ort gesehen haben.“

Die Realisierung eines eigenen kleinen Projekts war ein weiterer Punkt. „Es war uns wichtig, dass die Kinder nicht nur schauen, sondern auch anfassen und selbst arbeiten dürfen“, so Häring. Für die jungen Besucher wurden die Werkbankplätze in der Häring Akademie angepasst und kindsgerecht abgesichert. Sie standen nun vor der Herausforderung, den Roboter „Robbie“ oder ein „Häring Auto“ zu bauen. Mit erfolgreich abgeschlossenem Projekt ging es zurück in den Kindergarten, so die Mitteilung.

„Die Kinder sollen Spaß an den ersten Schritten in die Berufswelt haben – und ich glaube, den hatten sie“, resümiert Miriam Häring. Eva Mengis bestätigt den Erfolg: „Den Kindern ist so vieles in Erinnerung geblieben, was sie vorher nicht einmal kannten.“ Sie kann sich vorstellen, künftig ein einwöchiges Projekt ins Leben zu rufen.

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