Kampf um den Pokal

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Schon beim Aussteigen aus dem Bus hielten die Franzosen, laut „Le Pokal, Le Pokal“ singend, jene Trophäe in die Höhe, die bei allen Begegnungen zwischen dem TV Wehingen und dem USSB St. Berthevin das Objekt der Begierde ist. Wer wird ihn in diesem Jahr ins Trophäen-Regal stellen dürfen? Diese Frage sollte am Sonntag auf dem Sportplatz entschieden werden.

Die Sportkollegen vom Tischtennisclub Wehingen hatten gleiches vor und waren auch voll motiviert, ihren Pokal schon am Sonntagmorgen zu sichern.

Währenddessen nahmen die älteren Generationen an einer Gedenkfeier auf dem Friedhof teil, der von den (Wo)Menvoices musikalisch mitgestaltet wurde. Erich Mayer gedachte der Pioniere der Partnerschaft, die sich für die Verständigung engagierter Bürger auf beiden Seiten stark gemacht hätten und in denen ein philanthropischer (menschenfreundlicher) Geist geherrscht habe, der über Ressentiments und Vorurteile erhaben gewesen sei. Am Grabe von Altbürgermeister Hugger legten beide Bürgermeister ein Bouquet nieder.

Diese Momente der Stille wurden am Nachmittag wieder übertönt durch die Kicker, die nicht nur um den Pokal, sondern auch um ein von deutscher Seite gestelltes 50-Liter-Fass köstlichen Gerstensaftes, beziehungsweise um drei Kisten köstlichen Weines der Franzosen spielten. Die Wehinger gingen in der 1. Halbzeit gleich mit 3:0 in Führung. Aber die Franzosen holten mächtig auf und kämpften sich bis auf 4:4 heran. Allerdings hatten sie nicht mit der Wehinger Energieleistung gerechnet, die letzten Endes zum 7:4-Sieg führte. Dann versprühten beide Seiten noch einmal ihre Jubelenergie und feierten, wie es sich gehört, den Pokal, der nun, bis zur nächsten Begegnung, in Wehingen bleibt.

Etwas geruhsamer ging es in der Turnhalle zu. Die Spieler vom TTC Wehingen testeten an den grünen Platten ihre französischen Freunde, die allerdings nicht in Bestbesetzung angetreten waren. Doch die sportlichen Auseinandersetzungen legten dennoch ein gutes Niveau an den Tag. Am Ende blieben auch die Wehinger Celluloidball-Künstler auf der Siegesstraße. Mit 25:11 blieben sie siegreich.

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