Jugendliche wollen eigenen Treff

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 Bürgermeisterkandidat Andre Kielack hörte sich die Anliegen der Jugendlichen an und machte selbst einige Vorschläge.
Bürgermeisterkandidat Andre Kielack hörte sich die Anliegen der Jugendlichen an und machte selbst einige Vorschläge. (Foto: Moosbrucker)
Schwäbische Zeitung

Am 11. Oktober um 19.30 Uhr ist die offizielle Kandidatenvorstellung in der Jurahalle, und am 16. Oktober am gleichen Ort ab 19 Uhr eine Podiumsdiskussion des Heuberger Boten mit den Kandidaten.

Bürgermeisterkandidat Andre Kielack hat am frühen Mittwochabend im Gosheimer Sportheim die Jugendlichen zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Dabei ging es ihm vor allen Dingen darum, die Bedürfnisse der jungen Generation im Hinblick auf einen Treffpunkt für Jugendliche einzufangen.

In einem sehr locker geführten Gespräch hörte sich Kielack die Anliegen der Jugendlichen an, die durch Laura Peyerl in Worte gefasst wurden. Um für das Gespräch eine inhaltliche Grundlage zu haben, hatte Kielack Christian Schäffler eingeladen, der aus seiner Sicht die Erfahrungen formulieren konnte, als er in Gosheim erstmals mit seinen Kumpels einen gut funktionierenden Jugendraum einrichtete. Geduldig hörte sich Kielack die Ausführungen der Jugendlichen an, die vor allen Dingen durch die Entscheidung des Gosheimer Gemeinderats bezüglich einer Bleibe für Jugendlichen sichtlich enttäuscht wurden.

Kielack nutzte die Gelegenheit der Stellungnahme, indem er den Jugendlichen erzählte, wie es in seiner Heimatgemeinde Dürbheim dazu kam, ein Domizil für Jugendliche einzurichten. Aus diesem „Erfahrungstopf“ heraus konnte der Bürgermeisterkandidat zahlreiche Impulse geben, wie man so etwas auch in Gosheim auf die Beine stellen könnte. Dabei kitzelte er aus den Jugendlichen ehrliche Meinungen heraus, die sich einerseits in Enttäuschungen bezüglich der jetzigen Situation verdichteten, andererseits aber auch Hoffnungen weckte, dass der neue Bürgermeister ihnen da hilfreich zur Seite stehen würde.

Kielack wollte auch wissen, wie die Jugendlichen in Gosheim ihre Freizeit verbringen und tastete sie auch dahingehend ab, ob sie auch bereit wären, in das bereits bestehende Jugendhaus einzuziehen. Offensichtlich sehen Gosheimer Jugendlichen darin keinen Sinn und neigen eher dazu, selbst einen Jugendtreff – allerdings mit genauen Regeln – einzurichten. Kielack meinte: „Es ist schön, wenn man etwas selbst gestalten kann“.

Dass dieses Thema im Gosheimer Gemeinderat nicht öffentlich behandelt wurde, war den Jugendlichen aufgestoßen. Kielack stellte ihnen in Aussicht, dass man über solche Fragen offen sprechen müsse. Dann ging er noch auf die „fehlende Gosheimer Ortsmitte“ ein und forderte die Jugendlichen dazu auf, eigene Vorstellungen zu formulieren. Kielack machte Vorschläge, wie das Hermle-Areal gestaltet werden könnte, wenn die Grundvoraussetzung geschaffen wäre, dass sich das Gebiet im Besitz der Gemeinde befinde. Auch streifte er noch Fragen zu Wohnbebauung und Breitbandverkabelung als wichtige Aufgaben für die Zukunft.

Zum Schluss empfahl er den Jugendlichen am 21. Oktober unbedingt zu Wahl zu gehen und sich für jene Person zu entscheiden, von der sie annehmen, dass sie die besten Voraussetzungen für das Amt eines Gosheimer Bürgermeisters mitbringe.

Am 11. Oktober um 19.30 Uhr ist die offizielle Kandidatenvorstellung in der Jurahalle, und am 16. Oktober am gleichen Ort ab 19 Uhr eine Podiumsdiskussion des Heuberger Boten mit den Kandidaten.

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