Inge und Theo Aichers Liebesgeschichte dauert seit 50 Jahren an

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 Inge und Theo Aicher feiern in Mahlstetten ihre Goldene Hochzeit.
Inge und Theo Aicher feiern in Mahlstetten ihre Goldene Hochzeit. (Foto: Moosbrucker)
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Heute ist es 50 Jahre her, dass sich Inge, geb. Sauter, und Theo Aicher auf dem Standesamt das Jawort für den lebenslangen Bund der Ehe gegeben haben. Am 13. September traten sie dann in Mahlstetten vor den Traualtar.

Blutjung waren sie damals noch, doch der Ursprung ihrer Liebe geht sogar bis in ihre Schulzeit zurück, als sie schon in der Schule unter den Fittichen vom Lehrerehepaar Pfeifer erste Sympathien füreinander entwickelten, die später die Basis für die große Liebe waren. Irgendwann hat es zwischen beiden dann richtig gefunkt und spätestens als ihre Liebe im wahrsten Sinne des Wortes erste Früchte trug, durften sie, damals noch mit einer Ehemündigkeitserklärung heiraten.

Vorher aber trat der Theo vom „Vorderdorf“ eine Kaufmannslehre bei „Burger Stumpen“ in Spaichingen an, und die Inge vom „Hinterdorf“ konnte ihr Faible für die Mode bei einer Anstellung bei der Firma Sora in Spaichingen entfalten. Da sie beide mit dem Bus nach Spaichingen pendelten, sahen sie sich jeden Morgen in der Früh und so hat sich ihre Zuneigung wohl in täglichen kleinen Schüben vergrößert, die schließlich in die große Liebe mündete.

Während sie auch im weiteren Berufsleben bei der Firma Blickle und später bei Hermko ihre geschickten Hände mit Nährarbeiten zum Einsatz brachte, erarbeitete sich Theo bei der Skifabrik Mesle in Dürbheim einen Namen als Kaufmann, mit dessen Rüstzeug er später im Außendienst im Verkauf von Forst- und Gartengeräten erfolgreich und nachhaltig arbeitete.

Die Pflege ihrer Mütter stemmten sie gemeinsam mit den Geschwistern, so dass diese im Schutz ihrer Kinder einen angenehmen Lebensabend verbringen konnten. Während sich Inge gerne in ihrem schönen Garten aufhält und ihn pflegt, regelmäßig in die Sauna und zur Gymnastik geht, setzt sich Theo gerne aufs Motorrad und dreht seine Runden.

Als Vereinsmensch brachte sich Theo gewinnbringend im Skiclub und bei den Kickern des SV Mahl-stetten ein. Kämpferisch zeigte sich Theo bei den Bemühungen, die Raiffeisenbank im Ort zu halten, was sich schließlich mit dem Verbleib der Zweigstelle erreichen ließ.

Eine späte Karriere starteten beide noch beim Kirchenchor in Mahl-stetten, die ihnen schließlich auch noch die Ämter des Vorstandes und der Notenwartin bescherten. Jetzt aber sei die Zeit gekommen, so beide unisono, noch einmal durchzustarten und das Leben zu genießen. So wird ihre Liebe zum Reiseland Italien sehr wahrscheinlich auch in Zukunft noch weiterwachsen und schließlich dürfen sie sich auch mit den zwei Enkelinnen ihrer Tochter, die in Ravensburg leben, beschäftigen. Am Samstag feiern sie zunächst einen Gottesdienst mit Pfarrer Amann. Danach wollen die Hochzeitsgäste sich an einem Gläschen Sekt laben, um dann am Abend in der Lippachmühle die „Goldene Hochzeit“ richtig zu feiern.

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