Im Hause Bogenschütz liegen die Nerven blank

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 Das Theater Lindenhof kommt nach Wehingen.
Das Theater Lindenhof kommt nach Wehingen. (Foto: Richard Becker)
vo

Mit dem Theaterstück „Globalplayer – wo mir sind isch vorne“ gastiert das Theater Lindenhof aus Melchingen am Samstag, 16. November, um 20 Uhr in der Schlossberghalle Wehingen. Dazu eingeladen hatte der Wehinger Kulturverein im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen dem Theater Lindenhof und der Gemeinde Wehingen.

Hannes Stöhr, der Berliner Kinoregisseur („Berlin Calling“, „One Day in Europe“ „Berlin is in Germany“) mit Hechinger Wurzeln adaptiert seinen erfolgreichen Kinofilm „Global Player - wo wir sind isch vorne“ für die Theaterbühne und akzentuiert den Stoff neu, so eine Pressemitteilung. Der Strukturwandel in der Textilindustrie auf der Schwäbischen Alb und die Herausforderungen von mittelständischen Unternehmen in der Globalisierung sind der Hintergrund für ein tragikomisches Familien- und Generationenporträt.

Zum Inhalt: Das schwäbische Traditionsunternehmen für Textilmaschinen „Bogenschütz & Söhne“ ist in die Turbulenzen der Globalisierung geraten. Es droht die Insolvenz. Der jüngere Sohn Michael, Geschäftsführer in vierter Generation, versucht alle Möglichkeiten auszuloten und führt Auftragsverhandlungen mit einer chinesischen Firma. Doch Seniorchef Paul Bogenschütz pocht auf die Fortführung seiner Aufbauarbeit nach dem Krieg und will, als Sicherheit für neue Firmenkredite, die Privathäuser aller Familienangehörigen an die Bank geben.

Zum 95. Geburtstag von Vater Bogenschütz treffen in der Unternehmervilla alle Familienmitglieder aufeinander. Nicht nur die in Berlin mit Yogastudios erfolgreiche Tochter Marlies, sondern auch der abtrünnige Aussteigersohn Manfred aus Jamaika sind angereist. Während Marlies um ihre Existenzgrundlage bangt, will Manfred am liebsten sofort seinen Anteil an der Firma ausbezahlt haben. Zu alldem kommt auch noch Facharbeiter Kleinmann vorbei und trägt die Sorgen und Ängste der bereits in den Zwangsurlaub geschickten Mitarbeiter vor. Agnieschka, die polnische Hilfskraft des alten Patriarchen, versucht die Fronten zu beruhigen, doch im Hause Bogenschütz liegen die Nerven blank. Eine Lösung der verzwickten Lage ist nicht abzusehen. Eine Delegation der Firma Chong hat bereits ihren Besuch angekündigt. Aber auch in China ist die Maultasche ein heiliges Gericht.

Karten im Vorverkauf zu 18 Euro gibt es im Kulturamt (Rathaus Wehingen) und bei der Ticketbox www.schlossberghalle-wehingen. Kurz vor Beginn gegen 19.40 Uhr gibt es noch eine Einführung in das Stück.

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