Hermlestiftung greift Kinderkrebs-Nachsorgeklinik kräftig unter die Arme

Miriam Hermle (Vorsitzende der Hildegard und Katharina Hermle Stiftung), Dietmar Hermle (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Herm
Miriam Hermle (Vorsitzende der Hildegard und Katharina Hermle Stiftung), Dietmar Hermle (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hermle AG), Stephan Maier (Geschäftsführer und psychosozialer Leiter der Rehaklinik Katharinenhöhe). (Foto: Rainer Langenbacher 48GradNordPhotoGraphics)
Schwäbische Zeitung

Der 23. März wird Stephan Maier, dem Leiter der familienorientierten Kinderkrebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe in Schönwald immer in Erinnerung bleiben. An diesem Tag bedankte er sich mit einer kleinen Feier für eine besondere Spende. Denn das Konto der Rehaklinik war um zwei Millionen Euro gewachsen – gespendet von der Hildegard und Katharina Hermle Stiftung.

„Die Katharinenhöhe ist ein besonderer Ort“, sagt Miriam Hermle von der Hermle AG und Vorsitzende der Hildegard und Katharina Hermle Stiftung beim Besuch. Darüber berichtet die Klinik in einer Pressemitteilung.

Die familienorientierte Kinderkrebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe in Schönwald im Schwarzwald sei seit Jahren fest in ihrem Herzen verankert und geprägt von ihrem finanziellen, wie emotionalen Einsatz. Ihr Bestreben sei es, diesen Ort, der leidgeprüfte Kinder und deren Familien wieder aufleben lässt, zu unterstützen und zu fördern.

Auch in diesen schwierigen Zeiten, die bestimmt werden von Masken, Schnelltests und Abstand halten, sei bei vielen Krankheitsbildern eine Rehabilitation absolut notwendig und unumgänglich.

„Insbesondere bei Knochentumoren muss eine intensive Physiotherapie sofort erfolgen“, erklärt Stephan Maier, der Leiter der Katharinenhöhe. Und hier liege das Problem. Die vorhandenen Räume reichen einfach nicht mehr. Die Lösung: ein Neubau. Die Finanzierung: ausschließlich aus Spenden, denn kein Kostenträger übernimmt die Kosten.

Miriam Hermle und Vater Dietmar Hermle kennen die finanziellen Nöte, haben die unzureichenden Räume der Physiotherapie gesehen und waren einer Meinung, so der Bericht der Einrichtung. Ein Neubau sei kein Luxus, sondern absolute Notwendigkeit. Und Vater und Tochter schätzten die wertvolle Arbeit, die mit großer Kompetenz und Engagement von Stephan Maier und seinen gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet wird, so der Bericht.

Nach ihrem letzten Besuch berieten Miriam und Dietmar Hermle eingehend und trafen eine Entscheidung, die für die Kinderkrebs-Nachsorgeklinik einfach unglaublich gewesen sei.

Auch der Stiftungsrat stimmte zu und mit großer Freude verkündeten sie dem Leiter der Katharinenhöhe: „Die Hildegard und Katharina Hermle Stiftung spendet Ihnen zwei Millionen!“ Stephan Maier war zuerst sprachlos, dann nur noch glücklich und dankbar.

Am 23. März gab es Kaffee und Kuchen im geschmückten Essraum der Jugendarena – eine kleine Feier auf Abstand zu den Patientinnen und Patienten.

„Danke“, sagte Stephan Maier, „Ich kann gar nicht genug „Danke“ sagen.“ Er sagte es noch oft an diesem besonderen Tag, der ohne direkten Kontakt so viel Nähe gebracht habe.

„Man kann auch mit den Augen lachen“, hatte einmal eine Patientin gesagt. Der 23. März bewies: es lachen alle – trotz Maske.

Die Freude ist groß, denn vor ihrem geistigen Auge sehen sie den ersten Spatenstich für die so dringend benötigte Physiotherapie, der mit dieser überwältigenden Spende deutlich näher gerückt ist.

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