Haffa: „Das ist ein grandioser Abschluss“

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 Pascal Bensch (am Ball) steuerte im Finale fünf Tore für die HSG Rietheim-Weilheim bei.
Pascal Bensch (am Ball) steuerte im Finale fünf Tore für die HSG Rietheim-Weilheim bei. (Foto: hkb)
Rouven Spindler

Große Verletzungssorgen, einen Trainerwechsel und inkonstante Leistungen: Für die Handballer der HSG Rietheim-Weilheim ist der Großteil der abgelaufenen Saison sicher nicht optimal verlaufen. Doch nachdem man wenige Spieltage vor Schluss das Ziel Klassenerhalt erreichte, folgte am Samstag in Schömberg noch der Pokalsieg im Bezirk Neckar-Zollern.

„Das ist für uns ein grandioser Abschluss von einer anstrengenden, aber erfolgreichen Saison“, sagt Gunter Haffa, sportlicher Leiter der Mannschaft. Im Halbfinale am Mittag bekam man es mit der zweiten Mannschaft der TG Schömberg zu tun, die ihre Saison in der Bezirksklasse auf Rang neun beendete. Hier setzte man sich mit 23:16 durch. Eine Halbzeit dauerte jeweils 20 Minuten. „Wir haben gut gespielt und uns souverän durchgesetzt“, sagt Haffa zum Finaleinzug.

Dort wartete bereits die erste Mannschaft der TGS, die in der Liga nur knapp am Landesliga-Aufstieg scheiterte. Haffa: „Die hochmotivierten Schömberger hatten einen Heimvorteil. Aber ein großer Dank von unserer Seite gilt unseren Zuschauern für die Unterstützung. Es war ebenbürtig von den Fans. Das Spiel war vielleicht nicht hochklassig, aber es war eine Wahnsinns-Atmosphäre und Dramatik.“

Denn nach 40 Minuten stand es 16:16. Im anschließenden Siebenmeterwerfen setzte man sich dann 10:9 durch. „Die komplette Mannschaft hat geworfen, die ersten Spieler sogar doppelt. Wir waren eigentlich dreimal weg, weil wir verworfen haben. Dann hat uns unser Schlussmann Dorian Sauer wieder zurückgeholt. Er hat einen großen Verdienst am Sieg.“

Laut des sportlichen Leiters, der diesen Wettbewerb schon mehrmals gewinnen konnte, sei der Pokal immer ein Highlight für die Mannschaft. Trotz der Pause über Ostern, dem Klassenerhalt und dem „letzten Aufgebot“ gelang es, in zwei Spielen nochmal alles abzuliefern.

Ligakonkurrent TV Aixheim stand ebenfalls im Final Four in der Schömberger Sporthalle. Die Aixheimer schieden im Halbfinale gegen die starke TG Schömberg aus (14:18) und bezwangen im Siebenmeterwerfen um Platz drei die TGS-Zweite 6:5. In seinem ersten Jahr beim TV Aixheim führte Trainer Holger Hafner die Grün-Weißen auf Platz fünf der Landesliga. Der Klassenerhalt nach dem Wiederaufstieg war frühzeitig erreicht.

Hafner nicht zufrieden

„Ich konnte mit unserer Leistung am Samstag nicht zufrieden sein. Die Niederlage war unnötig. Wir waren zu passiv, zu harmlos. Wir haben in der Abwehr und im Gegenstoß nicht das gezeigt, was wir können“, sagt der Coach. Nach der 12:10-Führung verpasste es sein Team, den Vorsprung auszubauen. Der Pokal sei bei der Mannschaft auch nicht Priorität Nummer eins gewesen. Die Spannung habe gefehlt. „Das Siebenmeterwerfen um Platz drei haben beide Teams dann locker genommen.“

Das Pokal-Aus schmälert die Leistung in der abgelaufenen Saison jedoch nicht. „Die Runde kann uns keiner nehmen. Das ist aller Ehren wert“, sagt Hafner zu den 28:22-Punkten und Platz fünf. Ein Pokalsieg wäre die Krönung gewesen. Erkenntnisse solle sein Team aber dennoch aus dem Final Four mitnehmen: „Man muss an solchen Spielen auch wachsen. Wir müssen daran arbeiten, immer die richtige Einstellung zu bringen.“

Nach 31 Saisonspielen in Pokal und Liga verabschieden sich beide Handball-Landesligisten aus dem Kreis Tuttlingen nun in die Pause.

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