Gosheims Musiker kommen unheimlich weit rum

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Volkmar Hoffmann

Nicht umsonst heißt die Veranstaltung Musikerfasnet: Die Musikkapelle Gosheim marschierte im Fasnethäs mit dem Narrenmarsch in die Jurahalle und dann gab es jede Menge Musik, angefangen mit dem Ohrwurm „Anita“. Bevor das Programm zu einer Zeitreise wurde, drehte der verrückte Professor (Matthias Schnitzer), der auch durchs Programm führte mit dem Spruch: „Ein Hoch an die Wissenschaft“ an der Zeitmaschine.

In verschiedenen Zeiten wurden dann sogleich die Gäste heiter und lustig unterhalten.

Themen, die Gosheim bewegen

Den Anfang lieferte eine Gruppe Männer am Kronenstammtisch beim Kutteln essen einige wichtige, humorvolle aber auch nachdenkliche Themen aus Gosheim, wie die Belagerung des Jugendraums, den Besuch von Hartwig in der Sparkasse, die Landesgrenze im eigenen Ort, das Naherholungsgebiet, einen großen Edeka und das Fehlen eines Optikers.

Einen Elvis-Tanz mit Twist und Rock’n’Roll bot im Lebensgefühl der Jugend gekonnt die Jugendkapelle und dann ging die Zeit zurück ins Jahr 1852. Hier verkörperten Juliane Hermle, Sabine Alber und Marius Weber das Kaiserpaar von Österreich, den Franzl, die Sissi und deren Mutter. Auch sie beleuchteten die Ortschaft aus historischer Perspektive. Dabei kam die Kirchenuhr, ein Altenraum, mehr Platz um die Häuser und die Fernsehaufnahme von Gosheim zur Sprache.

Mit dem Auftritt der Tanzmädels unter Leitung von Franziska Hauser ging die Zeitmaschine in die Zukunft. Mit einer guten Kondition absolvierten sie als Aliens ihren Tanz. Eine mittelalterliche Gesangseinlage brachten Regina Landolt, Anita Weber und Regina Hermle zu Gehör und erzählten wie sie den perfekten Gürtelknacker finden wollten.

Lieder für den Bürgermeister

Die Marktwerte der Frauen seien noch Top, sie wollten aber keinen Heimatvertriebenen, keinen „Sta(d)tionären“ lieber einen Holzfäller- oder kultivierteren Typ. Doch am Ende waren sie sich einig: „Wenn der Vogel hinüber ist, kannst du den Käfig auflassen“. Mit Schunkelliedern überbrückte die Band „Mr. Ernie und Friends“ die Pause.

Mit Bildern von „Früher/Heute“ wurde ein Bilderquiz gezeigt. Für ordentlichen Wirbel sorgten dann anschließend gestandene Männer mit einem Tanz, der es in sich hatte.

Hohe gesangliche Qualität bewiesen die Sänger Michel Marquart, Steffen Hauser und Jürgen Weber. Sie sangen eine kleine Dankeshymne dem scheidenden Bürgermeister Bernd Haller. „Hallo ciao Haller, genieß die Zeit mit deiner Frau und Gosheim sagt ciao.“ Mit dem Liedrefrain von „Aber bitte mit Sahne“ sangen sie das Lied vom Gosheimer Bauhof mit Aufgenzwinkern: „Bitte nicht bahnen, oh Yeah“.

Ein weiteres Lied wurde dem neuen Bürgermeister gewidmet. Mit dem bekannten Lied „Ich bin ein Gausemer und mir gouts gut“ und Klängen der bunten Guggamusik endete ein Musikerball der fernsehreif sein könnte.

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