Gosheim regelt Zahlung der Notbetreuung neu

 Die Kindergartengebühren werden dieses Jahr nicht erhöht. Doch es müssen neue Plätze geschaffen werden.
Die Kindergartengebühren werden dieses Jahr nicht erhöht. Doch es müssen neue Plätze geschaffen werden. (Foto: PR)
Schwäbische Zeitung
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Die Gosheimer Eltern müssen für den Monat Mai 2021 keine Kindergartengebühren bezahlen. Und auch die Regelung bei der Notbetreuung wurde vom Gemeinderat nun noch einmal überarbeitet.

Eltern, die ihre Kinder in der Notbetreuung hatten, mussten bislang die volle Gebühr bezahlen. Das empfanden diejenigen Eltern, deren Kinder nur zeitweise in der Notbetreuung waren, jedoch als ungerecht. Daher wandte sich der Elternbeirat des katholischen Kindergartens St. Franziskus mit der Bitte an den Gemeinderat, diese Regelung nochmals zu überdenken.

Einstimmig einigte sich das Gremium nun darauf, dass die Gebühren nur dann in vollem Umfang gezahlt werden müssen, wenn die Eltern mehr als die Hälfte der elf Betreuungstage in Anspruch genommen haben. Waren es weniger, wird nur die Hälfte des üblichen Betrags notwendig.

Bei der jüngsten Sitzung des Kindergartenausschusses mit den Vertretern der beiden Kirchen und den Vertretern des Gemeinderats, kam dieser zu der Auffassung, dass der jetzige Zeitpunkt aufgrund von Corona weder für eine Gebührenerhöhung, noch für eine Gebührenreduzierung der richitge sei. Daher stimmte das Gremium, nunmehr im dritten Jahr in Folge, der Beibehaltung der aktuell gültigen Elternbeiträge aus dem Kindergartenjahr 2020/2021 in allen drei Kindergärten auch für das Kindergartenjahr 2021/2022 zu.

Bei der Kindergartenbedarfsplanung für das kommende Kindergartenjahr geht die Verwaltung von einer Vollbelegung zum Stichtag am 31. August 2022 aus. So werden die 178 Kindergartenplätze in den drei Kindergärten ausgebucht sein. Im Hinblick auf die Schaffung von 83 neuen Wohneinheiten in der Gemeinde, die allesamt bereits genehmigt sind, zeichnet sich darum in naher Zukunft wohl einen baulichen Handlungs- und Erweiterungsbedarf ab. Ob nun am kommunalen Kindergarten Villa Kunterbunt, am katholischen Kindergarten St. Franziskus oder beim Evangelischen Johannes Kindergarten bauliche Maßnahmen stattfinden, ist noch völlig offen. Wichtig sei, so Gemeinderat Jürgen Weber, erst mal keinen einzelnen Standort zu favorisieren, sondern neutral an die Sache heranzugehen. Voruntersuchungen an allen drei Kindergärten sollen zeigen, wo sinnvollerweise eine zusätzliche Gruppe entstehen könnte.

Aufgrund eines größeren Unfalls beim Winterdiensteinsatz im März sind der Bauhof-Unimog und der angebaute Schneepflug schwer beschädigt. Eigentlich sollte dieser erst 2022 ersetzt werden, doch wegen des Unfalls soll der Fahrzeugwechsel auf 2021 vorgezogen werden. Aufgrund der flexibleren Nutzung und der rund 40 000 Euro günstigeren Anschaffungskosten stimmte der Gemeinderat für die Anschaffung eines Kommunal-Traktors. Da derzeit mit langen Lieferzeiten zu rechnen ist, wird als Zwischenlösung ein Leihfahrzeug in Betracht gezogen. Der kaputte Unimog, sowie der Schneepflug sollen in unrepariertem Zustand verkauft werden.

Der Gemeinderat stimmte der „9. Änderung des Bebauungsplanes Brühl“ im beschleunigten Verfahren zu. Hierbei wurde ein Antrag zur Schaffung von zwei Stellplätzen pro Wohneinheit mehrheitlich abgelehnt. Es bleibt bei einem Stellplatz pro Wohneinheit.

Um die Gebührenerhöhung der Erddeponie „Böttinger Tal“ von derzeit 5,60 Euro/cbm auf 9,75 Euro/cbm formal korrekt umzusetzen, war ein neuer Satzungsbeschluss notwendig. Da kein Personal auf der Deponie Vorort ist, wurde die Verwaltung darum gebeten, wenigstens stichprobenartige Kontrollen bei der Anlieferung des Erdaushubs zu machen. Dies findet nach Auskunft von Bürgermeister Andre Kielack bisher schon statt.

Die Arbeiten zur Erschließung des Bauabschnitt III im Gewerbegebiet Sturmbühl wurden vergeben. Den Zuschlag beim STraßenbau bekam die Firma Strabag aus Villingen-Schwenningen, den Zuschlag bei der Wasserversorgung/Rohrlieferung und –Verlegung die Firma Rack aus Renquishausen. Der Baubeginn ist am 1. September geplant, die Fertigstellung soll im März/April 2022 sein.

Der Gemeinderat hat dem Verkauf einer gemeindeeigenen, innerörtlichen ehemaligen Gewerbefläche in der Hörnlestraße an einen gewerblichen Interessenten, zur Schaffung von Wohnraum und Büroflächen zugestimmt.

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