Glocken läuten am 9. November

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 Zur Erinnerung an die Pogromnacht vor 80 Jahren läuten am 9. November auch in Deilingen die Kirchenglocken.
Zur Erinnerung an die Pogromnacht vor 80 Jahren läuten am 9. November auch in Deilingen die Kirchenglocken. (Foto: Daniel Karmann)
Schwäbische Zeitung

Am 9. November jährt sich zum 80. Mal die Nacht, in der in Deutschland die Synagogen gebrannt haben. Aus diesem Anlass läuten um 19 Uhr die Glocken in der Pfarrkirche Christi Himmelfahrt in Deilingen, um 18.30 Uhr beginnt dort eine ökumenische Andacht der Seelsorgeeinheit Lemberg.

In der Nacht zum 10. November 1938 wurde laut einer Pressemitteilung der Initiative Gedenkstätte Eckerwald „deutlich, dass die Maßnahmen der Diskriminierung und Verfolgung von Juden in Deutschland, die vom NS-Regime seit 1933 ergriffen wurden, immer weiter gesteigert werden sollten. Sie endeten in der Shoa, der Vernichtung von sechs Millionen jüdischer Menschen in Europa.“

An vielen Orten werden am 9. November zur Erinnerung und Mahnung Veranstaltungen stattfinden. Um 19 Uhr läuten in vielen Gemeinden die Glocken.

Die Initiative Gedenkstätte Eckerwald, die Gemeinde Deilingen, die Seelsorgeeinheit Lemberg und die evangelische Kirchengemeinde Wehingen laden alle Bürger der Heuberggemeinden zum „Innehalten und Nachdenken“ ein. Die Feier wird vom Handharmonikaverein Deilingen, Deilinger Grundschülern und Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde Wehingen gestaltet. Mit den Aktivitäten um den 9. November und dem Läuten der Glocken wollen die Organisatoren an die Pogromnacht vor 80 Jahren und die verfolgten Menschen erinnern. „Gleichzeitig möchten wir ein Zeichen setzen gegen neu entstehenden Antisemitismus und Rassismus und verbinden uns mit allen jüdischen Menschen in unserem Land und in aller Welt.“

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