Gemeinderat Wehingen treibt Umgestaltung im Ortskern voran

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Um zusätzliche Ladesäulen für E-Fahrzeuge ging es in Wehingen .
Um zusätzliche Ladesäulen für E-Fahrzeuge ging es in Wehingen . (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Wehingen ging es unter anderem um die Sanierung der Ortsmitte. Zudem wurde auch die Möglichkeit einer zusätzlichen Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge diskutiert.

Nachdem der Gemeinderat bereits Mitte Mai eine bauliche Umgestaltung der Seitenbereichsflächen im Ortskern mit Natursteinpflaster aus europäischen Granit beschlossen hatte, stimmte das Ratsgremium dieses Mal nach eingehender Aussprache dem vorgestellten Verlegemuster im wilden Verbund sowie der vorgestellten Farbvariante mit gelben, beigen, grauen und zusätzlich rötlichen Pflastersteinen einstimmig zu. Das Büro Greenbox Landschaftsarchitekten wurde mit den Ausschreibungsarbeiten beauftragt.

Eingehend im Gremium diskutiert wurde die Auswahl und bauliche Gestaltung der künftigen Straßenbeleuchtung im Ortskern. Im Rahmen der Sanierungsplanungen wurde eine erneute lichttechnische Berechnung für die künftige Straßenbeleuchtung durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass die bisher geplante Weiterverwendung der vorhandenen LED-Leuchtenköpfe zu Problemen führen kann, da mit diesen Bestandsleuchten aktuell nicht sämtliche gültigen Normen und Richtlinien eingehalten werden.

Ein Austausch beziehungsweise eine Erneuerung der jetzigen Leuchten würde für die Gemeinde aber eine Rückzahlung von erhaltenen Zuschussmitteln für die durchgeführte LED-Umrüstung, bedeuten. Die Verwaltung wurde mit einer nochmaligen Überprüfung beauftragt.

Im Zuge der Neugestaltung der Ortsmitte,muss für das Sanierungsgebiet auch eine Elektrofachplanung durchgeführt werden. Zu einem Angebotspreis in Höhe von 5568 Euro wurde sie an die Firma Elektrotechnik Moosbrucker vergeben.

Durch das Ingenieurbüro Langenbach wurde die künftige Gestaltung des Verkehrsknotenpunktes Gosheimer - / Deilinger - / Reichenbacher Straße überprüft. Neben der denkbaren Installation eines Minikreisverkehrsplatzes wurde auch eine Machbarkeitsstudie für den Einbau einer Lichtsignalanlage im Kreuzungsbereich vorgestellt. Da bei einer Ampellösung in den Spitzenstunden abends mit einem vermehrten Rückstau der Fahrzeuge gerechnet werden muss, die Installation eines Kreisverkehrsplatzes jedoch einen Wegfall von weiteren öffentlichen Parkplatzflächen im Ortskern bedingt, wurde eine Beschlussfassung auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Beim Büro Langenbach wurde ergänzend eine Detailplanung des Kreuzungsbereichs, mit Darstellung der zukünftigen Parkplatzsituation, in Auftrag gegeben.

Bürgermeister Gerhard Reichegger berichtete, dass in Kooperation mit der Netze BW im Bereich des Parkplatzes zwischen Schlossbergschule und Rathaus, eine zusätzliche Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge installiert werden könnte. Nach Abzug eines zu erwartenden Zuschussbetrages von bis zu 8800 Euro würden die von der Gemeinde zu tragenden Restbaukosten für die Errichtung einer Ladestation mit zwei Ladesäulen bei 13200 Euro liegen. Da neben den Installationskosten durch die Gemeinde noch eine monatliche Betriebskostenpauschale übernommen werden müsste, wurde die Verwaltung mit der Überprüfung von Alternativangeboten beauftragt.

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