Gemeinden bereiten sich auf Kita-Schließungen vor

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 Ab Dienstag und bis vorläufig 20. April bleiben die Kindergärten im Land Baden-Württemberg geschlossen.
Ab Dienstag und bis vorläufig 20. April bleiben die Kindergärten im Land Baden-Württemberg geschlossen. (Foto: Symbol: Monika Skolimowska / dpa)
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Die Bürgermeister des Gemeindeverwaltungsverbands (GGW) Heuberg werden sich am Montag treffen, um konkrete Maßnahmen angesichts der Schließung von Kindergärten und Schulen ab Dienstag zu beschließen. Bis dahin wird es ein arbeitsreiches Wochenende für den Vorsitzenden des GGW, Gosheims Bürgermeister André Kielack.

„Das ist eine Katastrophe“, so André Kielack angesichts der bevorstehenden Schließungen, die besonders berufstätige Eltern vor große Schwierigkeiten stellen. „Klar ist, die Gemeinden haben ganz wenige Möglichkeiten etwas zu tun“, so Kielack. Auch mit den großen Arbeitgebern am Ort wie der Berthold Hermle AG will Bürgermeister Kielack sprechen, damit diese „vielleicht ihren Leuten vorgezogenen Urlaub geben oder Überstunden abbauen“.

Das Land denke daran, Notfallbetreuungsplätze etwa für Kinder von Ärzten, Krankenschwestern, Polizisten oder Feuerwehrleuten anzubieten. „Ich sag es mal relativ deutlich“, so Kielack: „Natürlich können wir so eine Notfallbetreuung anbieten. Aber was bezweckt das Land mit dieser Maßnahme? Wenn ich einen Regelkindergarten mit 60 Kindern schließe und dafür eine Notfallbetreuung für 40 Kinder einrichte, was ist dann gewonnen? Gar nichts!“ Jedenfalls würden die Gemeinden nicht so viele Angebote machen können, dass es keinerlei Auswirkungen für die Betriebe hat.

Bis zum Treffen am Montag ist Kielack bereits in ständigem telefonischen Kontakt mit seinen Bürgermeisterkollegen, aber auch mit anderen Akteuren wie etwa Pfarrern oder der Diözese, da viele Kindergärten ja auch in kirchlicher Trägerschaft sind.

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