Fronhofer Kirche soll fertig werden

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Die Gremiumsmitglieder aus Kirchengemeinderat, Förderverein und Gemeinderat beraten mit Architekt Rolf Messmer vor Ort die noch (Foto: Richard Moosbrucker)
Schwäbische Zeitung
Richard Moosbrucker

Am Dreifaltigkeitssonntag soll die Wiedereröffnung der Fronhofer Kirche gefeiert werden. Höchste Zeit also, die noch umfangreichen Arbeiten zum Abschluss zu bringen. Mit den finalen Arbeiten beschäftigten sich Mitglieder des Kirchengemeinderats, des Gemeinderats, des Fördervereins und der Gemeinde, Bürgermeister Josef Bär und Architekt Rolf Messmer bei einem Ortstermin. Sie trafen letzte Entscheidungen, damit der Übergabetermin auch tatsächlich eingehalten werden kann.

Viel Geld ist in dieses Heuberger Kleinod investiert worden, und auch die jetzt beschlossenen Maßnahmen werden noch einige Kosten nach sich ziehen. Zum Beispiel fiel die Entscheidung für ein Gestühl, das rund 12 200 Euro kosten wird. Der Innenraum der Kirche soll nämlich teils mit den alten Kirchenbänken, teils mit neuen Stühlen versehen werden.

Für die Renovierung der Braun-Orgel wird ebenfalls noch ein Betrag von 23 000 Euro notwendig. Thomas Wohlleb von der Orgelbaufirma Link aus Gingen an der Brenz erläuterte die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen, damit dieses Instrument wieder genutzt werden kann.

Auch die eigentliche Nutzung der Kirche spielt grundsätzlich eine wichtige Rolle. Hier sprach sich der Kirchengemeinderat dafür aus, dass in Zukunft bei Begräbnissen wieder das Requiem in Fronhofen gehalten werden soll. Aber auch für konzertante oder literarische Veranstaltungen könnte man sich die Kirche als passenden Ort vorstellen.

Die vor Ort anwesenden Gremiumsmitglieder spürten aber auch die Kälte, die in diesem Haus momentan herrscht. Da liegt es nahe, sich auch über Heizungsmöglichkeiten Gedanken zu machen. Machbar ist alles. So liegt ein Angebot der Firma Moosbrucker über 27 000 Euro vor. Dabei stellt sich aber das Problem, dass die Zuleitung zur Kirche nicht stark genug ist, um eine entsprechend hohe Stromaufnahme zu verkraften. Auf der anderen Seite spielen auch die Unterhaltskosten eine wichtige Rolle. Und die werden wohl dazu führen, dass die Entscheidungsträger die Heizungsfrage vorerst noch auf Eis legen werden.

Vorstellbar ist jetzt schon die Innenraumgestaltung. So schlummern seit der 1200-Jahrfeier auf der Rathausbühne schöne Bildtafeln, die in der Fronhofer Kirche einen endgültigen Platz finden könnten.

Jetzt soll aber erst einmal die Kirche gereinigt und das Kreuz aufgehängt werden. Dann ließen sich versuchsweise die Kunstwerke aufhängen, um zu sehen, wie sie wirken.

Für den Förderverein für die Fronhofer Kirche werden auch in Zukunft musikalische Veranstaltungen organisiert, die ein bisschen Geld in die Kasse spülen. So gibt es auch an diesem Samstag, 16. März, um 20 Uhr in der Schlossbergschule ein Benefizkonzert der Musik- und Kunstschule Albstadt. Am 20. April ist die Musiker-Gruppe PapySax aus der Partnergemeinde St. Berthevin zu Gast. Sie plant im Rahmen eines französischen Abends ein abwechslungsreiches Konzert.

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