EPS-Team meistert Regenschlacht auf dem Nürburgring

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Das Auto vom Team EPS-Rennsport (vorn) kam mit den Wetterbedingungen gut zurecht.
Das Auto vom Team EPS-Rennsport (vorn) kam mit den Wetterbedingungen gut zurecht. (Foto: EPS-Rennsport)
Winfried Rimmele

Das EPS-Rennsport-Team um die Piloten Patrick Steuer und Uwe Mallwitz haben beim Regenrennen auf dem Nürburgring in der Eifel in der V4-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschafts-Serie von 28 Startern den zwölften Platz belegt.

Das Eifelwetter hatte für den dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft im Vergleich zum zweiten Lauf, der aufgrund von Schnee abgebrochen wurde, bessere Wetterbedingungen versprochen. Allerdings waren die nassen und kalten Bedingungen während des Laufs eine schwierige Herausforderung für die antretenden Fahrer und Teams.

EPS-Rennsport-Teamchef Patrick Steuer startete als erster Fahrer der Fahrerpaarung Mallwitz/Steuer in die Qualifikation. Steuer nutzte die noch trockenen Verhältnisse auf der Nürburgring-Nordschleife und setzte den BMW E90 325i auf Startplatz 13 in der Klasse V4. Die Klasse V4 in der VLN Langstreckenmeisterschaft umfasste am Rennwochenende 28 Starter und ging also größte Klasse in der Rennserie an den Start. Patrick Steuer übergab das Fahrzeug nach seiner Qualifikation an Teamkollege Uwe Mallwitz.

Heckschaden kostet Plätze

Mallwitz hatte weniger Glück als sein Fahrerkollege in der Qualifikation. Mallwitz meldete dem Team in der Box, dass ein Konkurrent auf das Heck des BMW aufgefahren war und er zur Sicherheit das Fahrzeug zurück in die Box pilotieren werde. Der Schaden am Fahrzeug war gering, und das Team entschied sich aufgrund des einsetzenden Regens, das Qualifying zu beenden. Durch diese Entscheidung rutschte das Team auf Startplatz 18 zurück.

Pünktlich zum Vorstart versprach das Regenradar in der Eifel Regen. Patrick Steuer und Chefmechaniker Robert Brieg entschieden, mit Regenreifen an den Start zu gehen. Aufgrund der wechselnden Bedingungen verschob die Rennleitung den Start um zwanzig Minuten. Bereits in der Einführungsrunde kämpften viele Fahrer mit den nassen und rutschigen Streckenverhältnissen.

Steuer konnte sich während der Startphase gut an die vordere Konkurrenz heften, während hinter ihm bereits unzählige Ausfälle zu verzeichnen waren. Die Unfälle forderten höchste Konzentration von Steuer, um unbeschadet die Rennrunden zu absolvieren. Steuer konnte in den Positionskämpfen der Klasse V4 gut mithalten.

Durch permanenten Funkkontakt zum Team in die Boxengasse entschied Steuer gemeinsam mit Robert Brieg, die Taktik zu verändern. Die zu absolvierende Rundenanzahl von Steuer wurde um zwei Rennrunden erhöht und die Tankreichweite ausgereizt, um Wetter- und Streckenbedingungen durch den nachlassenden Regen besser einschätzen zu können.

Nach einer Renndistanz von zwei Stunden übergab Patrick Steuer das Fahrzeug an Uwe Mallwitz. Die Entscheidung, weiter auf Regenreifen zu setzen, erwies sich im Nachhinein als richtig. Mit der Ausfahrt von Mallwitz aus der Boxengasse öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Auch Mallwitz griff nach kurzer Eingewöhnung in die Positionskämpfe mit ein und konnte weitere Platzierung gut machen.

In der Box erhoffte sich Chefmechaniker Brieg aus seinen Berechnungen eine Ein-Stopp-Variante. Die Taktik zahlte sich aus, da die Konkurrenz durch mehrere Fahrer mehr Boxenstopps absolvieren mussten. Am Ende konnte sich das EPS-Rennsport-Team über Platz zwölf in der Klasse V4 freuen. „Ich bin sehr zufrieden, dass die Taktik so gut aufgegangen ist und wir so gut durch die schwierigen Streckenverhältnisse gekommen sind. Das Team hat wirklich während des gesamten Rennens einen tollen Job gemacht“, bilanzierte Mallwitz.

Teamchef zeigt sich zufrieden

Zusätzlich konnten das Team sowie die Fahrer wichtige Erkenntnisse aus dem Regenrennen in der Eifel sammeln. Teamchef Patrick Steuer erklärte: „Ich bin wirklich zufrieden, dass wir in der hartumkämpften Klasse V4 mit 28 Konkurrenten als Neulinge auf Platz zwölf fahren konnten. Das Team hat einen super Job gemacht. Als Fahrer auf der Strecke ist es gut zu wissen, dass in der Box alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden.“

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