Eid: Bernd Haller tritt dritte Amtszeit an

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Schwäbische Zeitung

Viele Glückwünsche hat er entgegengenommen. Großes Lob wurde ihm gezollt. Eine Menge Mut wurde ihm zugesprochen. Der wiedergewählte Bürgermeister Bernd Haller darf gestärkt in seine dritte Runde gehen.

Etwa 50 geladene Gäste waren im Sitzungssaal des Rathauses bei seiner Verpflichtung aufs Amt, die der stellvertretende Bürgermeister Bernd Schuler vornahm, dabei. Da keine Einsprüche bestehen, wird Haller vom 9. Januar 2011 bis zum 8. Januar 2019 wieder Gosheimer Schultes sein.

Landrat Guido Wolf MdL, dessen neue Amtsperiode sich zeitlich fast mit der Hallers deckt, nahm die schwache Wahlbeteiligung – der einzige Wermutstropfen bei Hallers Wiederwahl – zum Anlass, dafür zu werben, dass die Bürger wieder mehr von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollten, um an wichtigen Entscheidungen mitzuwirken. „Ihnen ist Ihre Gemeinde ans Herz gewachsen. Gosheim steht gut da“, lobte der Landrat den Wiedergewählten, der „seine Handschrift in der Gemeinde hinterlassen“ habe. „Wenn es Gosheim gut geht, geht es dem Landkreis ordentlich“. Damit spielte Wolf auf die jetzt nach der Wirtschaftskrise wieder stark sprudelnde Quelle der Gewerbesteuer an.

Haller sei ein Schultes, der das Herz sprechen lasse. Das sei gut so, denn Kommunalpolitik arbeite nicht mit parteipolitischen, strategischen Winkelzügen, sondern orientiere sich an den Menschen. Als Antrittsgeschenk gab’s ein Geduldspiel und Rotwein für den Fall, dass der Dreiklang Bürgermeister-Gemeinderat-Bürgerschaft einmal dissonant klingen sollte.

Deilingens Schultes Albin Ragg gratulierte im Namen des Gemeindeverwaltungsverbands Heuberg und des Kreisverbands Tuttlingen im Gemeindetag Baden-Württemberg. Er bedankte sich für die gewaltigen Investitionen Gosheims in Bildung, Sport, Freizeit und Wirtschaft, die dem ganzen Verwaltungsraum zugutekommen.

Erleuchtung für den Schultes

In punkto Geschenk meinte Ragg: „Eigentlich ist ja das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Gosheim Geschenk genug, weil sich mit einer tollen Steuerkraft im Rücken manches leichter anschieben lässt.“ Trotzdem bekam Haller eine Stirnlampe, mit der er abends mit seinem vierbeinigen Freund laufen könnte. Ragg, bekannt als Spitzenläufer in der Region, bot Haller einen unverbindlichen Testlauf an seiner Seite an.

Simon Hermle kam dem wieder gewählten Schultes als Vertreter der Vereine kumpelhaft und sprach von konstruktiver Zusammenarbeit, „wenn du des duesch, wa mir welled“. Weil er in seinem schwäbischen Rathaus weder einen Hannes noch Schnaps habe, gab’s Schnaps von den Vereinen. Der neue und alte Schultes Haller dankte seinem Gemeinderat für „das Augenmaß“, seiner Familie für die Rückenstärkung. Er zeigte sich in seiner Replik angespornt für neue Herausforderungen. Seine Ziele reichen von der 400-Meter-Bahn beim Bildungszentrum bis zur erweiterten Nachbarschaftshilfe.

Das Duo Siggi Stehle (Piano) und Volker Wagner (Saxofon) setzten – auch mit zwei Eigenkompositionen von Stehle – exzellente musikalische Akzente zwischen die Reden. Zum Schluss lud die Gemeinde zu einem Imbiss ein.

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