Der Festabend zum Partnerschaftsjubiläum stand im Zeichen Europas

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Richard Moosbrucker

Die souveränen Regie am Festabend  übernahm Thomas Dietmann, der die Fäden geschickt in der Hand hielt und stets die passenden, dualen Überleitungsworte fand.

Während sich die Jugend voller Pokal-Euphorie lautstark auf den Festabend freute, erwartete die ältere Festgesellschaft neben einem vorzüglichen Mahl auch die passenden Worte zum Jubel-Ereignis.

Den Auftakt machte Europa- und Justizminister Guido Wolf. Er brach eine sprachliche Lanze für ein gemeinsames Europa, zu dessen Gelingen Wehingen und St. Berthevin einen besonders wertvollen Beitrag leisteten.

„Die Mehrheit steht hinter der europäischen Idee."

Guido Wolf, Europa- und Justizminister

Wolf sagte auch, man müsse zielgerichtet weiter an der europäischen Ideen bauen, um den Geist des Elysee- und der Aachener Verträge zu revitalisieren.

Die Turnermädchen des TV Wehingen sorgten mit ihrem „Wirbelauftritt“ für eine schöne sportliche Einlage.

Festigung de Beziehung

Gerhard Reichegger und sein französischer Amtskollege Yannick Borde konzentrierten ihre Ausführungen auf die Festigung der Beziehungen zwischen beiden Gemeinden.

Sogar der Kollege aus dem italienischen Caslino d´Erba, Marco Colombo, war eigens nach Wehingen gekommen, um damit seine Verbundenheit mit der europäischen Idee zum Ausdruck zu bringen. Reichegger sprach von einem „Grundstein zum Bau Europas“, der den Geist der Partnerschaft präge.

Gefühl für das vereinte Europa

Borde betonte bei seinem zweiten Besuch in Wehingen die „besondere Note“ in den Beziehungen beider Gemeinden. Auch er entwickle ein großes Gefühl für ein vereintes Europa. Borde bedankte sich besonders bei Camille Monier, dem Vorsitzenden des französischen Partnerschaftskomitees und seinem deutschen Pendant, Thomas Dietmann. Geschenke wurden ausgetauscht und Glückwünsche als Zeichen von gegenseitiger Wertschätzung überbracht.

Wertegemeinschaft beruhe auf christilichem Menschenbild

Alt-Bürgermeister Josef Bär, der während seiner 35-jährigen Amtszeit in Wehingen immer hinter dieser Partnerschaft gestanden hat, erinnerte sich gerne an die vielen schönen Momente dieser Partnerschaft zurück. Auch er habe in seiner Familiengeschichte persönliche Schicksalsschläge aufarbeiten müssen, sei aber stets bereit, die Hand zu reichen, um einem dauerhaften Frieden gerecht zu werden.

Bär sprach auch von einer „Wertegemeinschaft“, die auf einem christlichen Menschenbild beruhe. Daher habe er sich auch für eine Spende für „Notre Dame“ entschieden.

Bordes Vorgänger im Amte, Michel Sorin, spiegelte die Höhepunkte der Partnerschaft während seiner Amtszeit wider. Er bedankte sich besonders bei Erich Mayer, der in unzähligen Beiträgen organisatorischer und inhaltlich-gestalterischer Art eine bemerkenswerte Arbeit geleistet habe.

Erinnerung an Verstorbene

Auch Camille Monier betonte noch einmal die vielfältigen Kontakte zwischen Wehingen und St. Berthevin. In Erinnerung an die Verstorbenen brachte er seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Partnerschaft nie enden möge.

Nach zahlreichen weiteren Ehrungen ging die Präsentation von Erich Mayer ein bisschen unter, die eindrucksvoll den französischen Einfluss auf Deutschland in den Gebieten der Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Technik und die grenzenlose Verbundenheit beider Länder zum Ausdruck brachte.

Dann war es Zeit für den Auftritt der „Musifaz“-Gruppe, die mit schmissigen Liedern den Gästen endlich die Möglichkeit bot, sich auf dem Tanzboden zu vergnügen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

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