Deilingen erhält 90 Prozent Förderung

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 In Teilen Deilingens – vor allem in den Gewerbegebieten – werden die Gebäude mit Glasfaserkabeln ans schnelle Internet angeschl
In Teilen Deilingens – vor allem in den Gewerbegebieten – werden die Gebäude mit Glasfaserkabeln ans schnelle Internet angeschlossen. Dafür übernehmen der Bund und das Land Baden-Württemberg zusammen 90 Prozent der Kosten. (Foto: Luftbild: Plessing)
Schwäbische Zeitung
fawa

Die Gemeinde Deilingen erhält für den Breitbandausbau (Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die Gebäude) in Teilen der Gemeinde mit voraussichtlichen Kosten von 2 574 110 Euro Zuschüsse in Höhe von insgesamt 2 316 699 Euro. Das entspricht einer Fördersumme von 90 Prozent der Gesamtkosten. Zehn Prozent – 257 411 Euro – muss die Gemeinde selbst finanzieren.

Deilingen hatte zwei Anträge ans Land Baden-Württemberg gestellt. Am vergangenen Freitag konnte Bürgermeister Albin Ragg die beiden Förderbescheide für die Landesförderung in Höhe von 1 029 644 Euro bei einer Veranstaltung in Stuttgart aus der Hand von Innenminister Thomas Strobl entgegennehmen.

Der eine Antrag der Gemeinde bezog sich auf die Anbindung der Gemeinde Deilingen an das Netz der Breitbandinitiative Tuttlingen, den Aufbau der Verteilungseinrichtung (POP) bei der Grundschule, die Anbindung der Grundschule und der öffentlichen Gebäude sowie der Wohngebiete Nachtweide und An der Steig. Diese, so Bürgermeister Ragg, gelten als „weißer Fleck“ im Sinne der Förderrichtlinie, da hier die Versorgung kleiner ist als 30 Mbit/s)

Die vorläufigen Gesamtkosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf 1 724 110 Euro. Hierfür hat der Bund laut Bescheid vom 12. September vergangenen Jahres eine fünfzigprozentige Förderung gewährt, also einen Zuschuss von 862 055 Euro. Dazu kommt nun die Landesförderung von 689 644 Euro (Förderquote 40 Prozent). Damit beträgt die Gesamtförderung 90 Prozent der Kosten. Als Eigenanteil verbleiben bei der Gemeinde zehn Prozent, also 172 411 Euro.

Ein weiterer Förderantrag der Gemeinde bezog sich auf die Anbindung der Unternehmen in den Deilinger Gewerbegebieten Plettenbergstraße/Rinnenstraße, Ziegelwasen/Reuthof, Lauterbachstraße/Unterm Kreuz, Gartenstraße und Im Dörfle mit einer Bandbreite von mindestens 1 Gigabit/s symmetrisch, entspricht 1000 Mbit/s.

Hier sind die vorläufigen Kosten auf 850 000 Euro berechnet worden. Und auch hier übernimmt der Bund laut Förderbescheid vom 12. September die Hälfte, also 425 000 Euro. Zusätzlich erhält Deilingen für dieses Vorhaben 340 000 Euro aus der Landesförderung (Förderquote von 40 Prozent). Damit beträgt auch in diesem Bereich die Gesamtförderung 90 Prozent. Der Eigenanteil der Gemeinde von zehn Prozent beläuft sich hier auf 85 000 Euro.

„Das Land ergänzt den Ausbau der privaten Telekommunikationsunternehmen dort, wo der Markt nicht funktioniert“, wird der für die Digitalisierung zuständige baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl in einer Pressemitteilung des Innenministeriums zitiert. „Bis 2021 investieren wir insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in die digitale Infrastruktur – das ist eine gewaltige Summe und mehr als jede Regierung vor uns investiert hat“, erklärte Strobl demzufolge.

Insgesamt, so die PM des Innenministeriums weiter, profitierten 63 Zuwendungsempfänger in 28 Stadt- und Landkreisen. Bewilligt wurden insgesamt 146 Förderanträge mit einem Volumen von 92,8 Millionen Euro. Dies sei ein Rekord, so das Ministerium.

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