Dagmar Egger Quartett spielt in Gosheim

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Das Dagmar Egger Quartett ist am vergangenen Adventssonntag aufgetreten.
Das Dagmar Egger Quartett ist am vergangenen Adventssonntag aufgetreten. (Foto: Richard Moosbrucker)
Richard Moosbrucker

Bürgermeister André Kielack sprach am Sonntagabend bei der Begrüßung in der Heilig-Kreuz-Kirche von einer schönen Tradition, immer am 1. Adventssonntag zu einem Konzert einzuladen, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Dieses Mal hatte sich die Gemeinde um das Dagmar Egger Quartett bemüht. Mit einer reinen Stimme sang sich die Namensgeberin des Quartetts in die Herzen der Zuhörer. Begleitet wurde sie von Lothar Binder an der Gitarre, Thomas Schwab am E-Piano und Volker Wagner auf dem Saxophon. Also keine Weihnachtsdudelei, sondern hochklassige internationale, aber meist amerikanisch gefärbte Weihnachtssongs mit unterschiedlichen Stilrichtungen. Angefangen vom Jazz, über Folk, Gospel, Blues bis zum Swing. Während manche sich doch eher getragene Weihnachtslieder vorgestellt hatten, überraschten die drei Musiker und ihre Sängerin mit Titeln, die eher zum Mitswingen als zum Mitsingen aufforderten.

Dagmar Eggers eloquente Art die Titel vorzustellen, um sie dann souverän und akzentuiert zu intonieren, konnte imponieren. Ihre musikalischen Begleiter erwiesen sich als ausgesprochene Könner in ihrem Metier. So begleitete Volker Wagner die Songs mit sehr viel Feingefühl auf dem Saxophon. Gitarrist Lothar Binder beherrschte seine Akustik-Gitarre meisterhaft und steuerte auch ein I-Tüpfelchen auf der Blues-Harp bei. Am Piano ließ Thomas Schwab flink die Finger über die Tasten gleiten, dabei wirkte er sehr anpassungsfähig und moderat, nie aufdringlich, sondern immer darauf bedacht, den Songs einen dezenten instrumentalen Rahmen zu geben.

Das Gesamtgefüge überzeugte, wenngleich die Titel das Thema Weihnachten nicht nur positiv, sondern auch recht kritisch in die Sprache der Musik übersetzten. Hierzulande ist man eher gewohnt, im Thema Weihnachten das Vertraute und Besänftigende zu suchen. Dass es auch anders geht, bewies das Quartett eindrucksvoll.

Ihre Musik verleitete nicht unbedingt zum Stillsitzen, sondern weckte in manch einem Besucher das Bedürfnis mitzuswingen. Von “wonderful and marvellous“ am Anfang bis zum „What a wonderful world“ am Schluss reichte der weihnachtliche Spannungsbogen. Der Erlös der Veranstaltung soll, so Kielack, dem Spaichinger Hospiz zugute kommen.

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