Bubsheim erinnert an Anton Häring

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Zahlreiche Gäste nahmen an der Feierstunde zur teil.
Zahlreiche Gäste nahmen an der Feierstunde zur teil.

Rund 180 geladene Gäste haben am Nationalfeiertag, an dem Anton Häring seinen 76. Geburtstag hätte feiern können, in der „Häring-Akademie“ am Festakt zur Umbenennung des oberen Teils der Bubsheimer Bergstraße in „Anton-Häring-Straße“ teilgenommen.

Die Bubsheimer Musik- und Gesangvereine sorgten für den musikalischen Rahmen der Feier. Jürgen Häring, Geschäftsleiter der Anton Häring KG, gab einen kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte der Firma Anton Häring KG, Werk für Präzisionstechnik.

Mit 21 Jahren gründete Anton Häring in der Scheuer des elterlichen Anwesens nach dem Kauf einer Drehbank einen Betrieb, in dem er von seinen Eltern und später von seiner Ehefrau Irma zeitlebens tatkräftig mit Rat und Tat unterstützt wurde. In einer Person war er Arbeiter, Einkäufer, Verkäufer und Werbechef.

Sehr schnell wurde er durch seine qualitativ hochwertigen und fristgerecht gelieferten Produkte bekannt. Er kam nicht umhin, seinen Betrieb personell und räumlich zu vergrößern und seine Produktion in einen Fabrikneubau am unteren Ende der Bergstraße zu verlagern. Von da an ging es im wahrsten Sinne des Wortes bergauf. Bereits 1968 entschloss er sich zu einem Neubau weiter oben in derselben Straße, am jetzigen Standort der Firma.

Produzierte Anton Häring zunächst nur in Bubsheim, so wurde er ab 2001 durch Gründungen von Tochtergesellschaften in Piotrków Trybunalski, Polen, 2010 in Taicang in der Nähe von Shanghai, China, sowie einer weiteren in Georgia in den USA 2015, endgültig zum „Global Player“.

Seine soziale Verantwortung gegenüber seinen Arbeitern und Angestellten zeigte Anton Häring mit dem Bau der Betriebskantine und der „Häring-Akademie“ für Aus- und Weiterbildung, in der die zahlreichen Azubis für ihr berufliches Leben ausgebildet werden und wo die jungen Mitarbeiter aus Polen, China und den USA sowohl technisch als auch sprachlich mit ihrer Arbeit beim Unternehmen Häring vertraut gemacht werden. Besondere Erwähnung verdient auch die Kooperation mit einigen Schulen des Landkreises, bei der Schüler erste Erfahrungen in einzelnen beruflichen Fachrichtungen machen können.

Lob und Anerkennung sprach in seinem Grußwort der Bubsheimer Bürgermeister Thomas Leibinger dem Verstorbenen aus, dem das Wohl der Gemeinde und der Vereine immer am Herzen gelegen habe, die von ihm immer wieder finanziell und ideell kräftig unterstützt wurden. Mit der posthumen Umbenennung eines Teils der Bergstraße in „Anton-Häring-Straße“ wolle die Gemeinde Anton Häring ihren Dank ausdrücken und Sorge dafür tragen, dass sein Andenken in Erinnerung bleibt.

Zum Abschluss segnete Professor Pater George Augustin – ein enger Freund der Familie Häring – die neue Straße und bezeichnete sie als Symbol für das Leben und Wirken von Anton Häring.

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