Bisher sind keine privaten Anträge eingegangen

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 Böttingen möchte ELR-Schwerpunktgemeinde werden, unter anderem, um in der Ortsmitte einige Sanierungen vorzunehmen.
Böttingen möchte ELR-Schwerpunktgemeinde werden, unter anderem, um in der Ortsmitte einige Sanierungen vorzunehmen. (Foto: Archiv: Klaus Flad)
Schwäbische Zeitung
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Böttingen möchte gerne ELR-Schwerpunktgemeinde werden. Doch sind bislang – trotz mehrmaligem Aufruf im Amtsblatt und der Veröffentlichung auf der Homepage – keine privaten Sanierungsmaßnahmen aus der Bürgerschaft angezeigt worden. Ende März/Anfang April sollten die Maßnahmen aber beim Sanierungsträger gemeldet sein, damit von dort der Antrag vorbereitet und fertiggestellt werden könne.

Schwerpunktgemeinden sind ein Förderangebot des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) des Landes Baden-Württemberg. Schwerpunktgemeinden werden auf der Basis einer umfassenden Entwicklungskonzeption über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren prioritär in den jeweiligen ELR-Jahresprogrammen gefördert und erhalten einen um zehn Prozent erhöhten Fördersatz für gemeinwohlorientierte Projekte.

In einem landesweiten Wettbewerbsverfahren werden jeweils im September eines Jahres die neuen Schwerpunktgemeinden ausgewählt. Entscheidend im Auswahlverfahren sind die Ziele, Projekte und Maßnahmen in den Handlungsfeldern flächensparende Siedlungsentwicklung, demografische Entwicklung sowie Schutz von Natur und Landschaft.

Als nächster Schritt zur Erstellung des Antrags als ELR-Schwerpunktgemeinde sollte Böttingen in einem sogenannten „Projektsteckbrief“ mögliche private und kommunale Bauvorhaben nennen. Die Projekte sollten innerhalb des Förderzeitraums von fünf Jahren umgesetzt werden.

Im Rat wurde darüber diskutiert, warum die Bürgerschaft selbst keine Sanierungen an den eigenen Gebäuden vornehmen wolle. Vereinzelt seien Eigentümer direkt angeschrieben und auf die Fördermöglichkeit hingewiesen worden – allerdings ohne Erfolg. Direkte persönliche Ansprache sollte nun den Anschreiben folgen.

Das Gremium ist sich jedenfalls einig, dass eine Ortsentwicklung nicht allein in kommunaler Hand liegen könne. Man sei auch auf das Zutun der Privateigentümer angewiesen.

Der Gemeinderat legt sich nach intensiver Diskussion auf nachstehende Projekte fest. Inwieweit und wann diese dann – nach einem erhofften positiven Bescheid des Fördergebers - umgesetzt würden, müsse später festgelegt werden:

Abriss und Baureifmachung des Gebäudes Hauptstraße 14;

Erwerb, Abriss und Baureifmachung des Gebäudes Hauptstraße 12 (sofern nicht bereits vor Beginn des Förderzeitraums abgewickelt);

Bebauung des „Schlecker-Gartens“ bzw. des Parkplatzes neben der „Sonne“ – Schaffung von Wohnraum;

Erwerb, Abriss und Baureifmachung des Gebäudes Hauptstraße 34 („Felsenburg“) – allerdings denkmalgeschützt;

Erwerb des Erdgeschosses Hauptstraße 11 zur Weitervermietung als Ladenfläche.

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