Bürger begutachten Ergebnisse des Architekturwettbewerbs

Lesedauer: 4 Min
Interessierte Bürger besehen sich in Wehingen die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs.
Interessierte Bürger besehen sich in Wehingen die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs. (Foto: richard Moosbrucker)

Am Samstagmorgen haben interessierte Wehinger Bürger im Rahmen einer Veranstaltung zum „Tag der Städtebauförderung die Möglichkeit genutzt, die Ergebnisse des durchgeführten Architektenwettbewerbs zur Wehinger Ortsmitte zu begutachten.

Bürgermeister Gerhard Reichegger stellte bei der Begrüßung das Projekt kurz vor und übergab an den leitenden Architekten des Preisgerichtsverfahrens, Thomas Hirthe, beziehunsgweise an Henner Lamm von „Kommunal Plan“, der die Ergebnisse im Einzelnen erläuterte. Reichegger meinte, keine der Arbeiten hätten die Erwartungen vollumfänglich erfüllt, würden aber nun öffentlich im Rathaus zur Einsicht freigegeben. Es sei nun wichtig, so Reichegger „verschiedene Dinge im Dorf anzugehen.“ Insgesamt hatten sich sechs Architekturbüros an diesem Wettbewerb beteiligt.

Henner Lamb konzentrierte sich bei der Vorstellung der Arbeiten auf den Entwurf des siegreichen Architekturbüros „Greenbox Landschaftsarchitekten“ in Köln. Es sei nun ein „Masterplan“ vorhanden, an den man sich halten könne. Man erkenne gute Lösungsansätze, die aber noch eine Nachbearbeitung erforderten. Der Entwurf nehme die „Linearität des Straßendorfes“ auf. Im Kern soll ein Kreisverkehr beim „Neukauf“ gebaut werden, der den Verkehrsfluss regeln soll. Insgesamt aber sieht der Entwurf mehr Raum für die Seitenbereiche in der Ortsmitte vor, die auf Kosten der Fahrbahnbreite gingen, aber dafür mehr Raum für Fußgänger schaffe.

Nicht leicht nachvollziehbar sind die Bushaltestellen beidseits der Straße im Bereich des Rathauses. Diese, das merkten gleich einige kritische Beobachter an, würden den Verkehr beeinträchtigen, weil die Busse auf der Straße halten müssten und keine expliziten Haltebuchten ausgewiesen seien. Dass der Narrenbrunnen „geopfert“ werden müsse, regte bei den Verantwortlichen der Narrenzunft Widerstand an. Ein alternativer Ort an der Ecke (Gosheimer/Deilinger Straße wurde von den Vereinsvertretern für nicht gut gehalten.

Links und rechts der Straße sollen Längsparkbuchten eingebaut werden. Gegenüber den Senkrechtparkplätzen vor dem Queens Pub bestünden allerdings Bedenken. Durch einen einheitlichen Belag wolle man eine einfache und überzeugende Verbindung zwischen Rathaus und Kirche schaffen. Darüber hinaus ist eine Grünverbindung als Pfad zwischen Rathaus und Deilingerstraße vorgesehen. Positiv aufgenommen werde, so heißt es im Gutachten, „der Festplatz als Gelenk zwischen Straßen- und Grünraum“. Auch die Anlage von Seniorenwohnungen in Verbindung mit dem umgestalteten Parkplatz sei ein städtebaulich guter Vorschlag.

Inwieweit dieser Planentwurf realisiert werden kann, werden weitere Beratungen im Gemeinderat, vielleicht auch unter Einbeziehung von Vorschlägen aus der Bevölkerung, erforderlich machen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen