Anbau liegt im Zeit- und Kostenrahmen

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 Auch dank der Eigenleistungen des Musikvereins liegt der Anbau des Deilinger Gemeindehauses im Zeit- und Kostenplan.
Auch dank der Eigenleistungen des Musikvereins liegt der Anbau des Deilinger Gemeindehauses im Zeit- und Kostenplan. (Foto: Hermann Geiselmann)
Schwäbische Zeitung

Architekt Martin Bühler vom Architekturbüro Eppler und Bühler hat dem Deilinger Gemeinderat über den Sachstand von Anbau und Modernisierung an das Gemeindehaus, Im Dörfle 20, informiert. Der Anbau an das Gebäude ist im Rohbau errichtet, die Fundament-arbeiten wurden dabei größtenteils vom Musikverein als Nutzer des Anbaus in Eigenleistung ausgeführt.

Die Dachabdichtung wurde aufgebracht und die Fenster für den Anbau sind ausgemessen. Die Heizungsanlage wurde erneuert und ein neuer Gas-Hausanschluss durch die ENRW hergestellt. Nun stehen die Arbeiten für den Innenausbau des Anbaus im ersten Obergeschoss an.

Diese Arbeiten werden ebenfalls zum Teil durch die Mitglieder des Musikvereins ausgeführt. Die Ausschreibung für die Außentreppe aus Stahl (zweiter Rettungsweg aus dem Obergeschoss des Gebäudes) folgt in den nächsten Tagen.

Die Estricharbeiten wurden vom Gemeinderat an die Firma MZ Fußbodentechnik aus Albstadt zum Angebotspreis von 4663 Euro vergeben. Die Aufzugsanlage wird von der Firma Böcker zum Preis von 37 782 Euro geliefert und eingebaut. Der Plattformaufzug hat eine Größe von 1,1 mal 1,4 Meter und ist sowohl für die Beförderung von Personen als auch von Lasten bis zu 400 Kilogramm geeignet. Insbesondere das Equipment des Musikvereins soll mit diesem Lastenaufzug zukünftig in den Proberaum im Obergeschoss des Gebäudes transportiert werden. Der Plattformaufzug endet im Übungsraum im ersten Obergeschoss des Gebäudes. Für die Wartung des Aufzuges fallen jährlich Kosten in Höhe von rund 500 Euro an.

Zur Lagerung von Utensilien wünscht sich der Musikverein eine Lagerfläche im Gemeindehaus. Architekt Bühler stellte dafür die Möglichkeit der Einhausung der unter dem Anbau entstehenden Fläche vor. Der Gemeinderat stimmte dem im Grundsatz zu. Die Mehrkosten hierfür betragen etwa 10 000 Euro. Die Mitglieder des Musikvereins werden sich durch Eigenleistungen in die Montage der Einhausung einbringen.

Für die Verkleidung der Fassade des Anbaus wählte der Gemeinderat Faserzementplatten in der Farbe Rot (korrespondierend zu der Verkleidung des Rathauses) aus. Die Fenster werden in der Farbe anthrazit RAL7016 ausgeführt. Für den Lagerbereich stellte Architekt Bühler ein Schiebetor mit Rollen vor, ein Sektionaltor und ein zweiflügeliges Tor als Alternativen. Hierzu wird der Gemeinderat noch eine Auswahl vornehmen.

Für die Ausführung des Bodens im Proberaum favorisiert der Gemeinderat einen strapazierfähigen PVC-Belag in einem grauen Ton. Der entstehende neue Raum für den Anbau soll eine Akustikdecke erhalten. Architekt Bühler berichtete, dass das Bauvorhaben im Zeitplan liegt und die veranschlagten Baukosten von insgesamt 500 000 Euro (Anbau und Modernisierung) eingehalten werden können. Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist zur Jahresmitte 2020 vorgesehen.

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