77-Jähriger kommt bei Wohnhausbrand ums Leben

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 Obwohl schnell geborgen verstarb ein 77-Jähriger bei einem Brand in Villingendorf am Donnerstagnachmittag.
Obwohl schnell geborgen verstarb ein 77-Jähriger bei einem Brand in Villingendorf am Donnerstagnachmittag. (Foto: Jasmin Cools/sbo)
Jasmin Cools

Bei einem Wohnhausbrand in Villingendorf ist ein 77-jähriger Mann ums Leben gekommen. Auch wenn die Feuerwehrkräfte ihn sofort aus dem Gebäude bargen, kam jede Hilfe zu spät. Ein 57-Jähriger konnte sich retten.

Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen, aus dem Dachstuhl schlagen immer wieder kleine Flammen. In der Villingendorfer Brunnenstraße herrscht am Donnerstagnachmittag helle Aufregung. Nachbarn zeigen bestürzt auf das brennende Gebäude, eine junge Frau vergräbt weinend das Gesicht in den Händen.

Die Feuerwehrwagen samt Drehleiter stehen bereit, Verstärkung kündigt sich aus der Ferne an. Die Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Villingendorf und Rottweil, die gegen 13.55 Uhr alarmiert wurden, handeln schnell und geübt. Der 77-jährige Bewohner, der sich im hinteren Teil des Gebäudes befunden haben muss, wird aus dem Gebäude geholt. Bei der Rettung gelangt Sauerstoff in den brennenden Raum.

Flashover verletzt zwei Feuerwehrleute

Es kommt laut Feuerwehr zu einem sogenannten Flashover, einer schlagartigen Vergrößerung des Brandes, bei der zwei Männer des Angriffstrupps – einer aus Villingendorf, einer aus Rottweil – verletzt werden.

Sie werden ins Krankenhaus gebracht, der 77-Jährige dem DRK übergeben. Dann widmen sich die Feuerwehrkräfte dem Löschen des Brandes und verhindern gleichzeitig, dass die Flammen auf die benachbarten Häuser übergreifen. Der Gebäudebrand ist schnell unter Kontrolle gebracht, doch das Aufspüren und Löschen der Glutnester beansprucht die Kräfte bis in den späten Nachmittag hinein.

Die Abteilungen Villingendorf, Rottweil und Bösingen sind mit insgesamt 100 Kräften und 16 Fahrzeugen zur Verstärkung angerückt. Mittlerweile herrscht traurige Gewissheit: Der 77-Jährige konnte nicht mehr gerettet werden. Wie und wo das letztlich tödliche Feuer entstanden ist, muss nun die Kriminalpolizei herausfinden. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen.

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