26 Straftaten 2019 in Balgheim

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Mit dem gebührendem Hygiene-Abstand saßen die Besucher in der Sitzung des Gemeinderats von Balgheim in der Festhalle. Bürgermeis
Mit dem gebührendem Hygiene-Abstand saßen die Besucher in der Sitzung des Gemeinderats von Balgheim in der Festhalle. Bürgermeister Nathanael Schwarz zeigte sich erfreut über den guten Besuch der öffentlichen Gemeinderatssitzung. (Foto: Lothar Dittes)

„Balgheim ist eine sichere Gemeinde“, betont Bürgermeister Nathanael Schwarz, als er in der jüngsten Balgheimer Gemeinderatssitzung die polizeiliche Kriminalstatistik 2019 bekannt gab. Insgesamt gab es 26 Straftaten in Balgheim, zwei mehr als 2018. Von diesen konnten 15 Fälle geklärt werden.

Sieben Fälle waren sogenannte „Rohheitsdelikte“ (das steht im Wesentlichen für Körperverletzungen), vier mehr als 2018; es gab sieben Diebstähle (vier im Vorjahr). Außerdem wurde ein Fall von Straßenkriminalität verzeichnet (vier in 2018) und vier Sachbeschädigungen (ebenso viel wie 2018).

Gut besucht war die Gemeinderatssitzung, die auf Grund der Corona-Krise in der Festhalle stattfand. Neun Personen wohnten im gebührenden Abstand der öffentlichen Sitzung bei.

Aus dem Energiebericht der Gemeinde für das Jahr 2019, der den Energieverbrauch der gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen bilanziert, wurde ersichtlich, dass der Wasserhochbehälter überdurchschnittlich viel Strom verbrauchte. Die Ursache sei aber inzwischen behoben worden, so dass dieser Mangel abgestellt ist.

Seit 2015 ist die Straßenbeleuchtung in Balgheim auf LED umgestellt worden. Daraus resultiert eine Energieeinsparung von fast 60 Prozent. Beim Gas-und Wasserverbrauch lagen die Verbrauchszahlen wie im Vorjahr.

Rudolf Haas von der Jagdgesellschaft Balgheim erläutere in der Sitzung die Feststellung des Vollzugs 2018/2019 und gab die Planung 2019/20 zur Kenntnis. Mit dem Abschuss von 35 Stück Rehwild wurde das Ziel gegenüber der im forstlichen Gutachten empfohlener Abschusshöhe von 30 Stück Rehwild überschritten. Die Wildschäden in Feld und Wiesen durch Wildschweine seien auf ein erträgliches Maß gesunken. Durch intensive Bejagung sind 14 Wildschweine erlegt worden.

Seit 15 Jahren ist Rudolf Haas Jagdpächter in Balgheim. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Jagdgesellschaft und der Gemeinde. Durch die intensive Bejagung funktioniere die Naturverjüngung. Die Flächen für die Verjüngung hätten sich verdoppelt. „Es sind so gute Voraussetzungen für den Gemeindewald geschaffen worden“, betonte Jäger Haas. Allerdings hätten die Spätfröste der vergangenen Wochen empfindliche Schäden an den Jungpflanzen verursacht. Hauptaugenmerk der Jagd liegt auf der Bejagung von Schwarzwild.

Die landwirtschaftlichen Grundstücke werden ab 1. November 2020 für zwölf Jahre neu verpachtet. Der Pachtzins wurde letztmals am 1. November 2015 angepasst. Dieser beträgt aktuell 0,85 Euro für ein ar Ackerland und 0,45 Euro für extensiv bewirtschaftete Grünflächen (Magerwiesen). Beschlossen wurde, den Pachtzins auf 1 Euro anzuheben. Für Magerwiesen bleibt es bei 45 Cent. Bei der Neuverpachtung sollten einheimische Pachtwillige sowie sämtliche Landwirte Vorrang haben.

Die Einschläge für Brennholz waren aus Sicht der Gemeinderäte zu groß. Die kommenden Einschläge sollen kleiner ausfallen.

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