2018 fällt finanziell besser aus als geplant

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 2018 fiel in Wehingen finanziell besser aus als erwartet.
2018 fiel in Wehingen finanziell besser aus als erwartet. (Foto: Robert Schlesinger)
Schwäbische Zeitung
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Erfreut hat sich der Gemeinderat über die Jahresrechnung für den Haushalt 2018 gezeigt und der Feststellung des Ergebnisses einhellig zugestimmt. Bürgermeister Gerhard Reichegger und Verbandskämmerer Armin Sauter stellten das Zahlenwerk vor.

Das Gesamthaushaltsvolumen in Höhe von 13 405 779 Euro setzt sich laut Pressemitteilung zusammen aus einem Anteil des Verwaltungshaushalts in Höhe von insgesamt 11 277 533 Euro sowie einem Vermögenshaushalt in Höhe von 2 128 246 Euro.

Im Jahr 2018 wird das in der Planung vorgesehene Volumen des Verwaltungshaushalts um rund zwölf Prozent überschritten. Die ursprünglich eingeplante Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 1 108 000 Euro konnte um 714 189 Euro auf insgesamt 1 822 189 Euro verbessert werden.

Dieses deutlich verbesserte Ergebnis resultiert dabei vor allem aus höheren Einnahmen bei der Gewerbesteuer (plus 784 619 Euro netto), einem nach wie vor hohen Einkommenssteueranteil (2 002 696 Euro), höheren Schlüsselzuweisungen (plus 60 291 Euro), erhöhten Vergnügungssteuereinnahmen (plus 10 952 Euro) sowie aus geringeren Ausgaben.

Aufgrund der deutlichen höheren Zuführung vom Verwaltungshaushalt, der Verschiebung von Baumaßnahmen und der möglichen Auflösung von Haushaltsresten aus den Vorjahren können der Allgemeinen Rücklage weitere 789 950 Euro zugeführt werden.

Der positive Abschluss 2018 sowie der Stand der allgemeinen Rücklage in Höhe von 9 993 228 Euro dienen als Grundlage für die aktuell laufenden sowie künftig anstehenden Investitionen der Gemeinde.

Im Haushaltsjahr 2018 wurden zudem Darlehen in Höhe von 389 827 Euro getilgt.

Der zum Ende des Jahres 2018 vorhandene Schuldenstand in Höhe von 1 526 580 Euro ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 419 Euro je Einwohner.

Rathaus

Im Zuge der Planungen zur Sanierung des Wehinger Ortskerns soll im Rahmen des Sanierungsgebiets „Ortsmitte II“ frühzeitig ein Gesamtkonzept für die Sanierung bzw. den Umbau des Rathausgebäudes erstellt werden, damit die Umbauten am und im Gebäude (Schaffung eines barrierefreien Zugangs, Bau eines Sitzungssaals, Überarbeitung der Zugänge und des Foyers, Modernisierung und Optimierung der Verwaltungsräume, energetische Sanierung des Gebäudes) mit der künftigen Gestaltung des Außenbereichs abgestimmt werden können. In einer von Architekt Rolf Messmer erstellten Kostenschätzung ergab sich für die Bauarbeiten ein Kostenrahmen von 1,67 Millionen Euro, so die Mitteilung. Das Architektenhonorar betrage 182 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Modernisierung und den vorgelegten Kostenschätzungen zu und beauftragte Meßmer mit den Architektenleistungen.

Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“

Als Planungsgrundlage für die weiteren, vom Büro Greenbox Landschaftsarchitekten noch im Detail zu entwickelnden Sanierungsmaßnahmen im Ortskern wurden die Vermessungsarbeiten zu einem Preis von brutto 6545 Euro an das Vermessungsbüro Kurzmann, Trossingen, vergeben. Ebenso wurde beschlossen, das Sachverständigenbüro für Boden- und Grundwasserschutz Dr. Björn Bahrig / Allensbach für 10 168 Euro mit den Bodenuntersuchungen zu beauftragen.

Neubau Kindergarten

In der Sitzung am 18. März war das Architekturbüro Munzarchitekt aus Wurmlingen mit der Erweiterungsplanung des Kindergartens St. Ulrich beauftragt worden. Wegen der, so die Pressemitteilung, „mehrfachen Überzeichnung des aktuellen Investitionsprogramms“, wurde ein von der Verwaltung gestellter Zuschussantrag für die geplante Baumaßnahme negativ beschieden, bzw. befindet sich aktuell auf der Warteliste. „Aufgrund des nach wie vor dringend bestehenden Bedarfs an zusätzlichen Kindergartenplätzen, und mit dem Ziel einer baldmöglichen Auflösung / Verlegung der im Pfarrer-Hornung-Heim untergebrachten Kindergartengruppe“ beschloss der Gemeinderat einstimmig, den geplanten Anbau an den Kindergarten St. Ulrich mit veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro „sofort weiter umzusetzen“.

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