Schuldenstand sinkt unter eine Million Euro

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 Vom Wasserwirtschaftsamt kam Jörg Kamutzky als auswärtiger Referent.
Vom Wasserwirtschaftsamt kam Jörg Kamutzky als auswärtiger Referent. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Die Kommunalwahl steht kurz bevor, daher hat Heike Ollech, die Bürgermeisterin von Gunningen, in der Einwohnerversammlung einen Rückblick über die Arbeit der letzten fünf Jahre gegeben. Als bedeutendste Entscheidungen des Gemeinderats dieser zu Ende gehenden Amtsperiode bezeichnete sie den Kauf des Gasthauses „Rössle“, dessen Sanierung und die Unterbringung von Asylsuchenden im Rahmen der Anschlussunterbringung.

Mit Pietro Berlingieri, dem Wirt des „Rössle“, habe man eine gute Wahl getroffen. Er sei eine Institution im Ort geworden und das Lokal ein Treffpunkt.

Mit der Erschließung von „Brühl III“ sei ein Neubaugebiet entstanden, in dem von 24 Grundstücken noch zwei übrig seien. Die dadurch neu entstandene Straße ist die Sonnenallee. Die Vermarktung der Flächen habe einen Überschuss von 300 000 Euro erbracht. Auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die LED-Technik nannte Heike Ollech als eines der Projekte aus der ablaufenden Legislaturperiode, ebenso die Umgestaltung des Friedhofs und die Schaffung neuer Bestattungsformen. Dass die Ergebnisse aus den Verwaltungstätigkeiten in jedem Jahr besser verlaufen seien als geplant, stellte die Bürgermeisterin dar – und auch, dass die Investitionen in der Gemeinde nach Möglichkeit von Fördermitteln bezuschusst wurden. So sei der Schuldenstand stetig gesunken und läge aktuell unter einer Million Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1380 Euro gleichkomme.

„In baulicher und infrastruktureller Hinsicht Werte erhalten, das war in den letzten fünf Jahren unsere Absicht. Ich danke dem Gemeinderat dafür, Dinge anzugehen und den Weg mitzugehen“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Aktuell sind die Ausweisung eines weiteren Neubaugebiets und der Breitbandausbau große Themen in Gunningen.

Zur Statistik vermeldete Heike Ollech 733 Einwohner Ende 2018. Die Geburtenzahlen lagen konstant zwischen fünf und sieben pro Jahr und die Anzahl der Zuzüge übertraf immer die der Wegzüge. „Wenn wir so weitermachen, können wir bald eine der umliegenden Ortschaften eingemeinden“, scherzte Ollech.

Für den Kindergarten berichteten die Leiterin Nicole Hirth sowie die Leiterin der Kinderkrippe, Rita Papenfuss. Der Kindergarten wird zweigruppig geführt und bietet Platz für 25 Kinder. Wald- und Naturtage, Bewegung, die Teilnahme am Schulfruchtprojekt sind zentrale Elemente der Kindergartenarbeit, so Nicole Hirth. In der Krippe können zehn Kinder betreut werden, aktuell sind es fünf ab dem ersten Lebensjahr.

Für die Feuerwehr konnte Kommandant Tobias Holl von einer erfolgreichen Kinder- und Jugendarbeit sowie einer starken Aktivenabteilung berichten. Vom Wasserwirtschaftsamt kam Jörg Kamutzky als auswärtiger Referent. Er erläuterte in einem interessanten Vortrag den Unterschied zwischen Hochwasser und Starkregen. Er stellte vor, wie ein Starkregenmanagement-Konzept erstellt wird, zeigte die Möglichkeiten eines jeden Hausbesitzers auf und machte deutlich, wie wichtig ein solches Konzept für Gunningen sei.

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