Jugendgruppe weiht Bauwagen ein

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 Die Vorstandschaft der Jugendgruppe freut sich, den Bauwagen in Betrieb nehmen zu können. Jadran Baier ist zwar längst erwachse
Die Vorstandschaft der Jugendgruppe freut sich, den Bauwagen in Betrieb nehmen zu können. Jadran Baier ist zwar längst erwachsen, hilft der Jugend aber immer noch gerne aus. Hintere Reihe von links: Nathan Gies, Dennis Merz, Marina Scheel, Antonia Bärsch, Jadran Baier, vorne sitzend v. l.: Kevin Sieg und Adrian Hofer. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung hat am Samstagnachmittag in Gunningen die Einweihungsparty des Bauwagens der Jugendgruppe stattgefunden. Bei strahlendem Sonnenschein haben Gründungsmitglieder, längst Erwachsene und aktuelle Mitglieder ein fröhliches Fest gefeiert.

Den Bauwagen konnte die Jugendgruppe Gunningen, kurz JGG, bereits vor drei Jahren günstig von einem Tuttlinger Straßenbauunternehmen kaufen. In vielen Arbeitsstunden wurde er von den Mitgliedern entkernt und komplett erneuert.

Kevin Sieg, der amtierende Vorsitzende der JGG, führte die interessierten Besucher durch den Wagen und zeigte die Sanierungsarbeiten auf: Der Boden wurde mit OSB-Platten ausgelegt, die Wände mit ESB-Platten verkleidet, die Decke mit Nut und Federbrettern versehen. Die Elektrik wurde unter der Anleitung einer ortsansässigen Fachfirma erneuert. Dann konnte eine Bartheke eingebaut werden. Zuletzt erhielten die Türen und die Außenhaut eine neue Lackierung.

Der Bauwagen kommt nun zum Einsatz, wenn die Jugendgruppe eine Veranstaltung außerhalb des Jugendraumes organisiert. Das kann das Funkenfeuer sein, ein Kickerturnier, oder ein Einsatz an der Fasnet. Wer immer den Bauwagen betrat, war voll des Lobes. „Das habt ihr wirklich toll gemacht“, lautete das einhellige Urteil, über das sich Kevin Sieg freute. Auch seine Vorstandskollegen, Siegs Stellvertreter Dennis Merz, Kassiererin Antonia Bärsch, Schriftführerin Marina Scheel sowie die Beisitzer Nathan Gies, Adrian Hofer, Maurice Merz und Niklas Kiess freuten sich über den Zuspruch.

Sie alle hatten viel zu tun, mit der Bewirtung der Gäste. Die war so großzügig aufgebaut, wie es das Gelände vor der Hohenkarpfenhalle möglich macht. An einem Weizenbierstand gab es die Getränke, Pommes und Bratwürste kamen von der Grillstation, die Bar war im Bauwagen untergebracht.

Anlässlich des Einweihungsfestes war sie mit Spirituosen bestückt worden. „Ansonsten gibt es hier alkoholfreie Getränke, für die ab 16-Jährigen ab und zu mal ein Bier oder ein Glas Wein. Entsprechend den Vorgaben des Jugendschutzes“, erklärte Kevin Sieg. Vor der Halle gab es genügend Sitzmöglichkeiten und am späteren Abend konnte im Foyer der Halle weitergefeiert werden.

Erste Schritte in der Jugendgruppe

Die JGG ist mit den 45 Jahren, die sie besteht, ein Gunninger Verein mit einer langen Tradition. Wilhelm Spitznagel, einer der Gründerväter des Vereins, erklärt dessen Entstehung so: „Als wir sahen, dass die Jugend der Gemeinde begann, auseinander zu laufen, haben wir die Jugendgruppe gegründet. Von Anfang an wurde sie unter die Obhut der Gemeinde gestellt, arbeitete jedoch eigenständig“. Zuerst bekam die Jugendgruppe einen Raum im alten Schulhaus und später dann das nicht mehr benötigte Milchhaus. „Der Jugendtreff wurde und wird liebevoll Tempel genannt“, erklärte Wilhelm Spitznagel. Man habe den Zusammenhalt unter den Jugendlichen stärken wollen und ein Angebot schaffen wollen. „So mussten die Jungen nicht mehr aus dem Ort fahren, um zu feiern“, so Wilhelm Spitznagel. „Und nach der Singprobe des Männergesangvereins sind wir auch manches Mal noch gerne in den Tempel gegangen“, fügte Hans Folk, einer der Gäste der Einweihungsfeier, hinzu.

Spitznagel berichtete auch, dass viele heutige Gunninger Vereinsfunktionäre ihre ersten Schritte in Sachen Vereinsarbeit in der Jugendgruppe gemacht hätten.

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