Gunninger Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen

Lesedauer: 3 Min
 Geehrt und befördert: (von links) Bürgermeisterin Heike Ollech, Kommandant Tobias Holl, Fabian Bürg, Reiner Borß und Kreisbrand
Geehrt und befördert: (von links) Bürgermeisterin Heike Ollech, Kommandant Tobias Holl, Fabian Bürg, Reiner Borß und Kreisbrandmeister Jürgen Zeller. (Foto: Robin Möß)
Robin Möß

Die freiwillige Feuerwehr Gunningen hat ihre Hauptversammlung abgehalten. Dabei wurden Feuerwehrmänner für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihr ehrenamtliches Engagement geehrt und es gab eine Beförderung. Nachwuchssorgen kennt die Gunninger Wehr nicht.

„Weit über die Hälfte ist anwesend“, freute sich Kommandant Tobias Holl mit Blick in die Runde. 55 Personen zählt die Feuerwehr, in der Einsatzabteilung sind 27 Mann, in der Jugendfeuerwehr fünf Jugendliche und 16 Kinder in der Kinderfeuerwehr. 2019 rückte die Feuerwehr zu fünf Einsätzen aus, darunter zwei Verkehrsunfälle. Dadurch summieren sich die Einsatzstunden 2019 auf circa 80 – „ein Durchschnittsjahr“, so Holl. Schriftführer Bernd Merkt berichtete von 21 Proben, in denen die Feuerwehrmänner beispielsweise den Funkverkehr, die Menschenrettung, die Brandbekämpfung oder technische Hilfe probten. „Es muss trainiert werden, um immer bereit und fit zu sein“, appellierte Tobias Holl an die Kameraden – angesichts der bescheidenen Probebesuchsquote von 45 Prozent.

Auf ein „aktives und erfolgreiches Jahr“ blickte Jugendwart Martin Bauer zurück. Den Jugendlichen wurde der Umgang mit technischen Hilfsmitteln näher gebracht, im Hochsommer wurde der Löschangriff geprobt. Außerdem erinnerte er an die 24-Stunden-Übung, wo es beispielsweise galt, eine brennende Grillstelle zu löschen oder eine vermisste Person zu finden. Auch 2020 solle es diese beliebte Übung wieder geben. Schließlich stelle dies den Nachwuchs sicher, so Bauer.

Spielerisch werden die Kinder an das Thema Feuerwehr herangeführt. Lars Hirth, Leiter der Kinderfeuerwehr, berichtete Spiel- und Bastelnachmittagen. Funkverkehr übten die Kinder mit dem Dosentelefon, und auch, einen Notruf richtig abzusetzen, wird regelmäßig gelernt und wiederholt. Gunningens Bürgermeisterin Heike Ollech oblag die Entlastung der Vorstandschaft. Sie dankte, „dass Sie alles stehen und liegen lassen, wenn andere Menschen in Not sind“, und war gleichzeitig froh darüber, „dass wieder ein Jahr vorbei ist, in dem keiner der Truppe zu schaden kam.“ Ollech erwähnte auch, dass die Gunninger Feuerwehr keine Nachwuchsprobleme habe – durchaus selten in Baden-Württemberg. Fabian Bürg wurde zum Feuerwehrmann befördert, er kam im letzten Jahr neu in die Mannschaft. Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurde Reiner Borß geehrt, für 20 Jahre der Kommandant Tobias Holl.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen