Feuerwehr Gunningen: Neuer Kommandant hat das erste Jahr geschafft

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Ehrungen und Beförderungen bei der Feuwehr Gunningen (von links): Kommandant Tobias Holl, der neue Oberlöschmeister Bernd Merkt,
Ehrungen und Beförderungen bei der Feuwehr Gunningen (von links): Kommandant Tobias Holl, der neue Oberlöschmeister Bernd Merkt, Rene Steinhilper (Bronzenes Ehrenzeichen für 15 Jahre), Manfred Hirth und Guido Arno (beide 40 Jahre), der neue Hauptfeuerwehrmann Martin Reiser und (Foto: Frank Czilwa)
Frank Czilwa
Redakteur

In der Hauptversammlung der Freiwillingen Feuerwehr Gunningen hat Tobias Holl auf sein erstes Jahr als Kommandant zurückgeblickt und außerdem drei Ehrungen vergeben. Auch Beförderungen wurden im Rahmen der Hauptversammlung ausgesprochen: Martin Reiser wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt und Bernd Merkt zum Oberlöschmeister.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Zeller überbrachte eine Ehrung, die das Land Baden-Württemberg ganz neu eingeführt hat, das Bronzene Ehrenzeichen für 15 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr, das an Rene Steinhilper ging. In einer feuerwehrinternen Nachehrung werden auch alle Feuerwehrleute mit 16 bis 24 Dienstjahren dieses Ehrenzeichen erhalten.

Die Ehrenurkunde des Landkreises Tuttlingen für 40 Jahre Mitgliedschaft ging an Gudio Arno und Manfred Hirth. Diese, so Tobias Holl, seien schon „seit Jahrzehnten ein Herz und eine Seele“ und waren im April 1978 gemeinsam in die Feuerwehr eingetreten, als – wie sich Manfred Hirth erinnerte – Not am Mann war und der damalige Bürgermeister die beiden direkt vom Stammtisch des „Rössle“ für die Feuerwehr rekrutiert hatte. Bei den Wahlen wurde Patrick Merz einstimmig zum neuen Beisitzer bestimmt.

Ausbau der „Rössle“-Garagen

„Mit dieser Lösung können wir als Feuerwehr gut leben“, kommentierte Tobias Holl in seinem Kommandantenbericht die Entscheidung des Gemeinderats, auf einen Anbau am Feuerwehrgerätehaus zu verzichten (um Zuschüsse zu erhalten, hätte die Gemeinde umgehend mit dem Bau beginnen und dafür mit geschätzten 350 000 Euro in Vorleistung gehen müssen), und stattdessen die Garagen hinter dem „Rössle“ entsprechend auszubauen. Dies, so Holl, gehe „in die Richtung, die wir vorgeschlagen haben“.

Bürgermeister-Stellvertreter Steffen Haller, der die erkrankte Bürgermeisterin Heike Ollech vertrat, bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für ihre Arbeit und für die „Geduld bei ihren Forderungen“.

Kurios: Auto gegen Wand

Mit nur 25 Einsatzstunden (der langjährige Durchschnitt läge bei 100 Einsatzstunden im Jahr) sei 2018 „ein sehr ruhiges Einsatzjahr“ gewesen, so Kommandant Holl: Neben einem Fehlalarm im Hofgut „Hohenkarpfen“ hat es dabei auch einen „etwas kuriosen Einsatz“ am Feuerwehrmagazin selbst gewesen. Dabei hatte ein Auto mit dem Heck eine Wand 40 Zentimeter weit eingedrückt. Vorsichtshalber wurde ein Statiker hinzugezogen.

Neben den 29 Aktiven gibt es in Gunningen sechs Feuerwehrleute in der Altersabteilung, neun Mitglieder der Jugendfeuerwehr und mittlerweile 14 bei der Kinderfeuerwehr sowie zwei Fachberater. Kritik kam von Holl am Probenbesuch. Der habe sich mit 49 Prozent nicht verbessert. Bei der Jugendfeuerwehr liegt er dagegen bei 72 Prozent.

Einträglich für die Feuerwehr sind die Schrottsammlungen: Fast 3000 Euro nahm sie dadurch ein. Auch 2019 sind sie geplant, und zwar am 26. April und am 21. September.

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