Gymnasiasten unterstützen Patienten der Schmetterlingskrankheit

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Siebtklässler Tobias Moser war einer der erfolgreichen Läufer, die bei der Schülerversammlung geehrt wurden.
Siebtklässler Tobias Moser war einer der erfolgreichen Läufer, die bei der Schülerversammlung geehrt wurden. (Foto: Schule)
Schwäbische Zeitung

Beim jüngsten Sponsorenlauf des Gymnasiums Gosheim-Wehingen sind rund 7000 Euro Sponsorengelder zusammengekommen. Das gab Lehrer Klaus Feirer bei einer Schülervollversammlung bekannt. Zugutekommen sollen die Sponsorengelder nun der Interessengemeinschaft Epidermolysis Bullosa (IEB). Diese kümmert sich um Patienten der Hautkrankheit Epidermolysis Bullosa, auch Schmetterlingskrankheit genannt.

Feirer hatte den Sponsorenlauf mit einem Team der Schülermitverantwortung organisiert. 202 Schüler und elf Lehrkräfte waren zusammen rund 1250 Kilometer gelaufen. Für jeden gelaufenen Kilometer hatten sie von ihren Sponsoren einen bestimmten Geldbetrag bekommen. Als Sponsoren waren Eltern, Lehrer, Bekannte und Firmen aufgetreten. Bei der Schülerversammlung wurden besonders erfolgreiche Läufer geehrt, beispielsweise Luise Müller aus Klasse elf. Sie hatte mit rund 200 Euro besonders viele Sponsorengelder gesammelt.

Die Schmetterlingskrankheit gilt als erblich und unheilbar. Betroffene leiden unter ständigen Verletzungen der Haut. Schon einfache, alltägliche Berührungen führen bei ihnen zum Ablösen oder Aufreißen der Haut. Als Vertreter der IEB nahm Joachim Brinkmann die Sponsorengelder bei der Schülervollversammlung symbolisch entgegen. Wie er in seiner Dankesrede erklärte, war er angenehm überrascht über das große Engagement der Schule und auch über die Höhe der Spendensumme.

In kleinerem Kreise erklärte er anschließend genauer, wozu das Geld bei der IEB gebraucht werde, nämlich für Netzwerkarbeit. Die IEB stelle beispielsweise Kontakt zwischen Betroffenen der Schmetterlingskrankheit her oder vermittle den Betroffenen fachkundige Ärzte. Da die Schmetterlingskrankheit sehr selten auftrete, gebe es immer noch viel zu wenig Ärzte, die sich damit auskennen.

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