Dream-Team garantiert für gute Laune

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Das Dream-Team der Gosheimer Senioren-Fasnet mit Silvia Stehle, Petra Hermle, Heidi Hermle und Regina Schmidberger (von links)
Das Dream-Team der Gosheimer Senioren-Fasnet mit Silvia Stehle, Petra Hermle, Heidi Hermle und Regina Schmidberger (von links) sind Garanten für eine tolle Senioren-Fasnet. (Foto: Gisela Spreng)
Gisela Spreng

Ein weißer Vogel mit orangefarbenem Gefieder schwebt über Gosheim, landet im katholischen Gemeindehaus und plaudert aus dem Nähkästchen der katholischen Kirchengemeinde. Das sprechende Tier heißt Heidi Hermle. Sie eröffnet mit geschliffenen Reimen die Senioren-Fasnet und bekommt von den etwa 80 bunt kostümierten Senioren frenetischen Applaus für ihre Büttenrede der besonderen Art.

Aus der Vogelperspektive hat sie „die grauen Dinger“ auf dem Kirchplatz nicht sofort als Absperrpoller erkannt. Aber dass der Gosheimer Pfarrsekretärin ein „Ausrutscher“ nach Wehingen passiert ist, kann der kluge Vogel sofort richtig einordnen: „Sie schindet sich jetzt für die Pfhuser“, stellt er fest.

Heidi Hermle, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, der sich derzeit „Vertretungsgremium“ nennt, scheint im weiteren Verlauf des bunten Nachmittags ihre Auftritte richtig zu genießen. „Für mich ist es keine Überwindung, an der Fasnet mitzumachen“, verrät die gebürtige Bubsheimerin. „Mir ist das Närrischsein in die Wiege gelegt worden. Meine Mutter war immer bei der Fasnet dabei. Ich habe schon als Schülerin bei allem Närrischen mitgemacht. In der Bubsheimer Habermuszunft war ich natürlich auch.“ Seit fast 15 Jahren mischt sie beim Programm der Senioren-Fasnet gründlich mit, inzwischen als Chefin.

Im Verlauf des heutigen Nachmittags merken die närrischen Gäste, dass Heidi Hermle zusammen mit den nicht weniger närrischen Kolleginnen vom Gremium Regina Schmidberger, Silvia Stehle und Petra Hermle ein richtiges Dream-Team bildet. Sie erscheinen in immer wieder neuen Verkleidungen und bringen einen humorvollen Beitrag nach dem anderen auf die nicht vorhandene Bühne des Saals. Unterstützt werden sie von einer ganzen Reihe von eifrigen Mitwirkenden und Helfern, die sich bei den kunterbunten Darbietungen einbringen oder bei der Bewirtung der vielen Gäste nützlich machen.

Das Fasnetprogramm ist wie jedes Jahr extrem einfallsreich, witzig und geistreich. Silvia Stehle und Regina Schmidberger präsentieren sich in einem Sketch als Bahnreisende, die gewisse Verständigungsprobleme zu meistern haben. Die Eine spielt die Dame von Welt, die nach Mailand zum shoppen will, während die Frau vom Heuberg mit ihrem urigen Dialekt die feine Lady ganz schön nervt – und das nicht nur mit „Rotznaas“ und „Saggduech“.

Auch ein ausgeklügelt einstudierter Rap und eine gesungene Werbetour für den Kirchenchor mit professioneller Begleitung von Kirchenchorleiter Wolfgang Hermle ernten ihren verdienten Beifall. Dass auch noch geladene Mitwirkende ihre Auftritte haben, gehört seit langen Jahren zur Senioren-Fasnet dazu: Die Frauengruppe des DRK unter Elisabeth Wenzler gestaltet das Lied von der lieben, kleinen Schaffnerin. Die Gosheimer Narrenzunft schickt wieder ihre Jungnarren mit dem Narrentanz und ihrem Piloten-Showtanz.

Franz Bender, der Alleinunterhalter aus Balingen, sorgt für Schwung und gute Laune zwischen den gespielten Nummern mit Schunkel- und Tanzrunden sowie einer Polonaise, an der fast alle Gäste teilnehmen. Auch Pfarrer Ewald Ginter – mit exotischem Outfit fast inkognito – und Diakon Giovanni Fascia haben ihren Spaß an den närrischen Darbietungen.

Natürlich werden die Fasnet-Gäste auch gut bewirtet. Mit einem Sektempfang beginnt das Fest, mit Fasnet-Küchle und Berlinern geht’s weiter und mit einer Hexensuppe ins Finale.

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