Der SV Gosheim sucht Paten für seinen Rasenplatz

Lesedauer: 5 Min

Die Sanierung des Rasenplatzes des SV Gosheim kostet 150 000 Euro – viel Geld für einen Verein. Um zumindest einen Teil der Kosten wieder reinzubekommen, entstand die Idee von „Rasen-Paten“, die auf diesem Weg Teil der SVG-Geschichte werden können. Redakteur Michael Hochheuser sprach mit Mark Weiß, Geschäftsführer des Sportvereins Gosheim, über die Hintergründe.

Warum muss der Rasenplatz saniert werden? Das kostet schließlich eine ordentliche Stange Geld.

Die letzte Sanierung war vor 25, 30 Jahren. Seither wurde nur die notwendige jährliche Pflege gemacht. Das Hochwasser vor zwei, drei Jahren, als das Wasser bis zur Torlatte stand, hat den Zustand nicht verbessert. Die Bedingungen waren nicht optimal, Bälle verstolperten, Spiele wurden beeinträchtigt. Die Sanierung war notwendig, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Wir möchten den Fußball durch bessere Trainings- und Spielbedingungen attraktiver machen und günstigere Voraussetzungen schaffen für die Jugend, dem Nachwuchs so weiterhin die Möglichkeit bieten, Sport im eigenen Ort zu treiben.

Wie ist der Stand der Dinge bei der Sanierung?

Sie läuft seit dem letzten Sommer. Vor dem Winter wurde der neue Rasen eingesät, aber es dauert, weil sich das Gras erst verwurzeln und zwischendrin immer wieder gemäht werden muss. Gespielt werden kann auf dem sanierten Platz ab der kommenden Saison, in dieser weichen wir komplett auf den Kunstrasenplatz des Bildungszentrums Gosheim-Wehingen aus.

Wie kam es zu der Idee mit den „Rasen-Paten“?

Zu dieser Idee kam es aus zweierlei Gründen: Erstens wollten wir jedem die Chance geben, ein Stück Vereinsgeschichte zu schreiben und sich aktiv an der Sanierung der Sportplätze zu beteiligen. Zweitens geht es um den Finanziellen Aspekt: Auch wenn uns die Gemeinde Gosheim unterstützt; bei Sanierungskosten von zirka 150 000 Euro muss der Verein immer noch einen stattlichen Betrag selbst stemmen.

Wie funktioniert das Ganze?

Pate kann man werden durch eine einmalige Zahlung von 25 Euro für ein Rasenstück von zehn Quadratmetern. Für den kompletten Fünf-Meter-Raum und die Trainerbank werden jeweils 500 Euro fällig. Und für den Strafraum 1000 Euro.

Wie verewigen sie die Unterstützer?

In zweierlei Hinsicht: Auf der Homepage des SV Gosheim wird eine virtuelle Rasenfläche dargestellt. Wenn man über das Feld geht, ploppt der Name des Spenders auf. Außerdem wollen wir im Sportheim ein Plakat aushängen mit den Namen der Rasen-Paten.

Gibt es bereits erste Paten?

Der ein oder andere Unternehmer will mitmachen und ein paar Privatpersonen. Auch kleine Gruppen wollen sich zusammentun und zum Beispiel 100 Quadratmeter kaufen. Für die Trainerbank haben wir schon jemanden gefunden. Er kann jetzt sagen: Die Trainerbank gehört mir. Im Ernst: Besitzansprüche gibt es natürlich nicht – wir verkaufen etwa die Trainerbank nicht, aber in ihrem Namen können Paten ein Stück Vereinsgeschichte schreiben.

An wen kann man sich als künftiger „Rasen-Pate“ wenden?

Per E-Mail an Marketing@svgosheim.de, telefonisch an die Verantwortlichen des SV Gosheim oder über die Flyer.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen