Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg Geisingen plant Neubau

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 Das Haus Wartenberg, das vor knapp 60 Jahren als Altersheim gebaut wurde, wird wohl durch einen Neubau ersetzt. Die Vorgaben de
Das Haus Wartenberg, das vor knapp 60 Jahren als Altersheim gebaut wurde, wird wohl durch einen Neubau ersetzt. Die Vorgaben der Landesheimbauverordnung können in dem vorhandenen Gebäude nur schwer umgesetzt werden. Der Festsaal (ganz links) ist bereits geschlossen. (Foto: Paul Haug)
Paul Haug

Der Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg Geisingen, zu dem neben einem der größten Heime der Region in Geisingen auch das Pflegeheim Eichberg in Blumberg gehört, wird in den nächsten Jahren erheblich in die Verbesserung und auch Erweiterung der Einrichtungen an beiden Standorten investieren. Dies wurde bei der jüngsten Versammlung des Zweckverbandes im Haushaltsplan 2019 sowie im Finanzplan für die nächsten Jahre vorgesehen.

Wann die Umsetzung kommt, ist noch offen, da hierfür erst die Planungen laufen und Zuschüsse beantragt werden müssen. Aber: Die Zeit drängt, denn nach der neuen Landesheimbauverordnung müssen alle Pflegeheime auf Einzelzimmer umgestellt, beziehungsweise umgebaut werden. Zweibettzimmer sind nicht mehr gestattet, es gibt aber auch eine Übergangszeit, die derzeit, wie Heimleiter Torsten Fietze kürzlich betonte, mit der Heimaufsicht des Landratsamtes noch vereinbart wird.

Zwölf Millionen Euro für Neubau kalkuliert

Insbesondere bei öffentlichen Gebäuden gibt es immer wieder neue Brandschutzauflagen.Davon ist nun auch das Haus Wartenberg betroffen. Das Haus Wartenberg, das dem Zweckverband den Namen gab, wurde vor knapp 60 Jahren als eines der ersten Altersheime der Region gebaut, und inzwischen auch saniert. Diese Sanierung liegt etliche Jahre zurück.

In diesem Gebäude ist auch der sogenannte Festsaal, der den Geisingern bis zum Bau der Festhalle 1971 als solcher diente. Er wurde aber auch für Veranstaltungen des Heims, beispielsweise für Weihnachtsfeiern oder Personalversammlungen genutzt, ist aber mittlerweile geschlossen. Ob es in einem möglichen Neubau des Hauses Wartenberg, der wahrscheinlicher als eine Sanierung ist, wieder einen Festsaal gibt, ist noch offen. Für einen solchen Neubau sind für die nächsten vier Jahre zwölf Millionen Euro kalkuliert, für einen Neubau in Blumberg mit betreutem Wohnen nochmals 2,4 Millionen.

In der Verbandsversammlung wurde auch das Rechnungsergebnis 2017 verabschiedet, das mit einem Überschuss von 696 333 Euro bei einem Gesamtvolumen von rund 18 Millionen Euro (Gesamtsumme Erträge) abschließt. Der voraussichtliche Jahresabschluss 2018 wird nach Aussage von Geschäftsführer Boris Schmid deutlich darunter liegen. Beim Haushaltsplan 2019, der von der Verbandsversammlung ebenfalls verabschiedet wurde, sind die ersten Planungsraten für die beiden Neubauprojekte enthalten.

Der Haushalt des Zweckverbands setzt sich aus verschiedenen Teilhaushalten zusammen. Den größten Anteil stellt das Geisinger Heim, dann folgt das Haus Eichberg in Blumberg, weitere Posten sind die Altenpflegeschule, der Heimfriedhof, die Personalwohnheime und die verpachtete Landwirtshaft. Der Verband hat derzeit 3,2 Millionen Euro Schulden, aber auch 2,6 Millionen Euro an Rücklagen. Trotzdem wird die Verschuldung in den nächsten Jahren um rund 9,5 Millionen Euro ansteigen.

Die Eigenkapitalquote des Verbands beträgt 57 Prozent, eine erfreuliche Zahl, so Schmid. Genauso erfreulich seien die Belegungszahlen von 98 Prozent in Geisingen. Die Belegungsquote sei schon seit Jahren so hoch, wie Schmid und Heimleiter Torsten Fietze betonten.

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