Umwege sind bald Geschichte: Kreisstraße nach Unterbaldingen ab Mittwoch wieder freigegeben

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Letzte Arbeiten, wie das Aufstellen von Verkehrszeichen und Leitplanken, sind am Dienstag an der Kreisstraße K 5942 zwischen Gei
Letzte Arbeiten, wie das Aufstellen von Verkehrszeichen und Leitplanken, sind am Dienstag an der Kreisstraße K 5942 zwischen Geisingen und Unterbaldingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) vorgenommen worden. Im Laufe des Mittwochs wird die Straße nach sechsmonatiger Bauzeit und teilweiser Vollsperrung wieder für den Verkehr freigegeben. (Foto: Paul Haug)
Paul Haug

Darüber freuen sich nicht nur die Geisinger Autofahrer und Geschäftsinhaber: Nach sechsmonatiger Bauzeit und zeitweiser Vollsperrung – insbesonders der Verbindung nach Unterbaldingen und Bad Dürrheim – sind die Arbeiten abgeschlossen. Im Laufe des Mittwochs werden die Absperrungen abgebaut und die Kreisstraße ist wieder befahrbar.

Es hat viel Frust gegeben – und zwar auf allen Seiten. Insbesonders bei den Autofahrern, die in letzter Zeit auch wegen dem Abbruch der Donaubrücke teils weite Umwege in Kauf nehmen mussten. Allein die Anlieger von Drei Lärchen und Wartenberg hatten, wenn sie ihr Auto nicht an der Kötachbrücke deponierten und zu Fuß ins „Städtle“ gelaufen sind, eine Mehrlänge von zehn Kilometern einfacher Wegstrecke. Das betraf die vergangenen vier Wochen der Vollsperrung im Zuge der Erneuerung des Fahrbahnbelages. Wer außerdem dem Navi und nicht den Schildern folgte, irrte teils buchstäblich in der Gegend herum.

Da die komplette, über drei Kilometer lange Strecke in einem Guss abgefräst und erneuert wurde, war es nicht möglich, Abschnitte zu bilden. Bei einer solchen Maßnahme sind viele Arbeiten von verschiedenen Firmen auszuführen. Beginn war fast genau vor sechs Monaten im März. Ursprünglich war geplant, dass die Straße bis zu den Sommerferien Anfang August abgeschlossen werden. Dieser musste aber wegen zusätzlich anfallender Arbeiten geändert beziehungsweise angepasst werden.

Die Arbeiten für den Radweganbau zwischen der Autobahnüberführung und dem Kreisverkehr und die Verlegung von Leerrohren für die Glasfaserversorgung standen als erstes an. Mit dem Neubau des Radweges wurde ein gefahrloses Radwegenetz zwischen dem Neckarradweg und dem Donauradweg geschaffen.

Doch nicht nur Autofahrer waren Leidtragende der Sperrung. Auch bei den Bauarbeitern sorgte die Situation für Frust. Nach den Handwerkerferien war Geisingen eine Sackgasse. Die Stadt war offiziell nur noch von Osten her erreichbar. Weil viele auswärtige, aber ortskundige Autofahrer die Sperrung ignorierten und durch die Baustelle gefahren sind, gefährtdeten sie die Arbeiter.

Und auch der Geisinger Einzelhandel beklagte wegen der Maßnahme den Wegfall von Kunden. Dieser machte sich bei den ansässigen Geschäften bemerkbar. Denn aus Richtung Unterbaldingen kommen ansonsten einige Leute zum Einkaufen nach Geisingen.

Ab Mittwoch gehört ein Teil des Sperrungsfrustes aber der Vergangenheit an. Denn die Kreisstraße kann dann wieder befahren werden. Zudem ist die Hoffnung auf die baldige dritte Zufahrt berechtigt. Denn für die Donaubrücke erfolgt an diesem Tag der Spatenstich.

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